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Robotik-Netzwerktreffen bringt Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen

vom 29.07.2026 - 15:07 Uhr

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Bad Neustadt: Innovationen entstehen selten im Alleingang – sie entstehen dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Genau hierfür bot das Robotik-Netzwerk- und Transfertreffen am Center für Robotik (CERI) der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) den passenden Rahmen. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik nutzten die Veranstaltung, um Ideen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und neue Kooperationen anzubahnen. Auch der Landkreis Rhön-Grabfeld war mit einer starken Delegation aus Unternehmen, der Wirtschaftsförderung Rhön-Grabfeld und dem Bayerischen Roten Kreuz vertreten.

Robotik, Künstliche Intelligenz und Automatisierung entwickeln sich zunehmend zu entscheidenden Erfolgsfaktoren für die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Unternehmen. Gleichzeitig stellen der Strukturwandel, der Fachkräftemangel und der internationale Wettbewerb viele Betriebe vor neue Herausforderungen. Umso wichtiger ist der Zugang zu wissenschaftlicher Expertise und innovativen Forschungspartnern. In seinem Impulsvortrag zeigte Prof. Dr. Tobias Kaupp, Leiter des CERI, auf, welche Möglichkeiten sich Unternehmen durch Kooperationen mit Hochschulen eröffnen – von gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten über Abschlussarbeiten bis hin zu langfristigen Innovationspartnerschaften. Neben den Fachvorträgen stand deshalb insbesondere der persönliche Austausch im Mittelpunkt.

Für Manuela Michel aus der Wirtschaftsförderung Rhön-Grabfeld bestätigt die Veranstaltung einen zentralen Ansatz ihrer täglichen Arbeit: „Wirtschaftliche Resilienz entsteht nicht nur isoliert in einzelnen Unternehmen. Sie entsteht dort, wo Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Akteure ihr Wissen bündeln und gemeinsam Innovationen entwickeln. Genau diese interorganisationalen Kooperationen werden für die Zukunftsfähigkeit unserer Region immer wichtiger.“

Welchen konkreten Mehrwert solche Begegnungen schaffen können, zeigte sich bereits während der Veranstaltung. So tauschten sich Dipl.-Ing. (FH) Michael Steinbach, Geschäftsführer der FGB – Fertigungsgerätebau A. Steinbach GmbH & Co. KG und Uwe Kippnich, Koordinator Sicherheitsforschung des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) über mögliche Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen aus. Solche Gespräche schaffen neue Verbindungen zwischen Wirtschaft, Forschung und öffentlichen Einrichtungen und bilden häufig den Ausgangspunkt gemeinsamer Innovationsprojekte. Genau diese Vernetzung möchte die Wirtschaftsförderung Rhön-Grabfeld gezielt fördern.

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf den Gesprächen mit den Technologietransferzentren (TTZ) der THWS. Ziel der Wirtschaftsförderung Rhön-Grabfeld ist es, Unternehmen aus dem Landkreis gezielt mit den passenden Forschungseinrichtungen zu vernetzen und ihnen den Zugang zu wissenschaftlicher Expertise zu erleichtern. So unterstützt das TTZ-EMO in Bad Neustadt Unternehmen insbesondere bei Fragestellungen rund um Elektromobilität, elektrische Antriebstechnik, Batteriesysteme, Leistungselektronik und Regelungstechnik. Das Zentrum verfügt über umfangreiche Forschungs- und Laborkompetenzen und arbeitet eng mit Industriepartnern zusammen.

Das TTZ Kitzingen ist Ansprechpartner für Robotik, Künstliche Intelligenz und Digitalisierung. Gemeinsam mit dem CERI und dem Center for Artificial Intelligence and Robotics (CAIRO) entwickelt es innovative Lösungen für Automatisierung, intelligente Assistenzsysteme und KI-Anwendungen.

Ergänzt wird dieses Netzwerk durch weitere spezialisierte Technologietransferzentren der THWS. Das TTZ Bad Kissingen konzentriert sich auf die nachhaltige digitale Transformation von Laboranalytik und Medizintechnik. Das TTZ Würzburg am Standort Ochsenfurt begleitet Unternehmen bei Themen der Cyber Security. Das TTZ Haßfurt forscht an intelligenten Polymerrohrsystemen und Kunststoffrohrextrusion. Das TTZ Main-Spessart mit Sitz in Marktheidenfeld unterstützt Unternehmen insbesondere bei nachhaltiger additiver und digitaler Produktion. Damit steht Unternehmen ein breites Netzwerk wissenschaftlicher Ansprechpartner für unterschiedlichste Innovations- und Technologiethemen zur Verfügung.

Ein besonderes Anliegen formulierte Prof. Dr. Tobias Kaupp zum Abschluss der Gespräche. Die THWS sucht kontinuierlich Unternehmen, die Praktikumsplätze anbieten, Themen für Bachelor- oder Masterarbeiten einbringen oder sich als Praxispartner an Forschungs- und Entwicklungsprojekten beteiligen möchten. Gerade aus solchen Kooperationen entstehen häufig langfristige Partnerschaften mit Mehrwert für beide Seiten.

„Viele Unternehmen wissen noch nicht, welche umfangreichen Forschungs- und Entwicklungskompetenzen direkt in unserer Region vorhanden sind“, erklärt Manuela Michel aus der Wirtschaftsförderung Rhön-Grabfeld. „Die Technologietransferzentren und die THWS sind starke Partner für den Mittelstand. Unsere Aufgabe ist es, Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen miteinander ins Gespräch zu bringen. Ob technische Fragestellung, Forschungsprojekt, Praktikumsplatz oder Abschlussarbeit – wir helfen dabei, die richtigen Partner zusammenzubringen. Wer Interesse an einer Zusammenarbeit mit der THWS oder einem der Technologietransferzentren hat, kann sich jederzeit an die Wirtschaftsförderung Rhön-Grabfeld wenden.“

Bild: Ein humanoider Roboter demonstrierte beim Robotik-Netzwerk- und Transfertreffen am CERI der THWS aktuelle Entwicklungen in der Robotik. (Manuela Michel (KI-bearbeitet))

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