Hesselbach: Eine besondere Ehrung erhielten am Montag rund 120 Blutspender aus den Landkreisen Schweinfurt, Bad Kissingen, Hassberge, Kitzingen und Rhön-Grabfeld: Sie nahmen für 75-, 100-, 125- und 150-maliges Blutspenden die Ehrenplakette des Blutspendedienstes (BSD) des Bayerischen Roten Kreuzes entgegen.
„Ich-Bezogenheit ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet, doch es gibt auch Gegenbeispiele“, sagte der Staatssekretär a.D. und MdB, Eduard Lintner und verweist stolz auf die „größte Bürgerinitiative Bayerns“: Rund 260.000 Bürgerinnen und Bürger spenden jedes Jahr freiwillig und unentgeltlich Blut beim BSD, manche sogar mehrfach.
Diesen treuen Spendern dankte am Montag nicht nur Eduard Lintner. „Sie wollen mit ihrer Spende, Menschen helfen, die auf diese lebenswichtige Blutspende angewiesen sind“, sagte BSD-Geschäftsführer, Georg Götz. Über 18 Millionen Blutspenden konnte der BSD in bald 60 Jahren sammeln, im laufenden Jahr rund 500.000, „eine Erfolgsgeschichte, an der die Spender maßgeblichen Anteil haben“. Beteiligt daran sind vor allem auch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im BRK: Rund 18.000 Ehrenamtliche unterstützen in ihrer Freizeit tatkräftig die Blutspendetermine.
Die Bedeutung des Ehrenamts und der freiwilligen, unentgeltlichen Blutspende honorierten auch die Verantwortlichen der Politik. Dr. Paul Beinhofer, Regierungspräsident der Regierung von Unterfranken, zählte zu den Gästen der Ehrung in Hesselbach: „Sie haben die Hemmschwelle überschritten und mit ihren wiederholten Blutspenden Verantwortung für den Nächsten und die Gesellschaft übernommen.“. Diese Aussage unterstrich auch der der stv. Landrat, Paul Heuler und lobte das vorbildliche Engagement der langjährigen Blutspender und ehrenamtlichen Helfer: „Mit Ihrem Blut haben Sie Verletzten und Kranken geholfen – Mitmenschen, die es brauchen. Das tut der Gemeinschaft gut.“ Der Blutspendedienst des BRK deckt rund 80 Prozent des Bedarfs der Kliniken und Praxen in Bayern ab, „denn Sie spenden Ihr Blut, ohne eine Gegenleistung zu bekommen“, betonte die erste Bürgermeisterin, Birgit Göbhardt.
Angesichts dieser Leistungen kann die Ehrenplakette des BSD nur ein kleines Dankeschön sein, doch sie soll auch als Ansporn dienen, sein Engagement weiterzuführen, denn Blut kann bis heute nicht künstlich hergestellt werden. „Dass in Bayern ausreichend Blutkonserven vorhanden sind, um Unfallopfer oder Leukämiekranken zu helfen, dazu tragen die freiwilligen Blutspender des BSD maßgeblich bei“, sagte Eduard Lintner. „Sie beschränken sich nicht nur auf gute Ratschläge, sondern werden selbst aktiv.“
Bereits seit fünf Jahren verlost die Rottal Terme in Bad Birnbach, der Kooperationspartner des BSD, bei jeder Blutspenderehrung drei Wellness-Wochenenden in der Rottal Terme in Bad Birnbach. In Hesselbach freuten sich Siegfried Weinig aus Mainsondheim, Klaus Schnellbächer aus Eltmann und Brigitte Fischer aus Schraudenbach über die glückliche Hand des Staatssekretär a.D. und MdB, der gemeinsam mit dem BSD-Geschäftsführer Georg Götz die Verlosung vornahm.








