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Rekordfund auf der A3 bei Kitzingen – Schweinfurter Zoll zieht kiloweise Kokain und flüssiges Amphetamin aus dem Verkehr

vom 10.06.2026 - 09:06 Uhr

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Schweinfurt / Würzburg / Bamberg (ots) – Mehr als 10 Kilogramm Kokain sowie rund
44,5 Liter eines mutmaßlichen Amphetamin-Gemischs hat eine Streife der
Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) des Hauptzollamts Schweinfurt am vergangenen
Freitagvormittag (05.06.2026) bei einer Fahrzeugkontrolle auf der Autobahn 3 aus
dem Verkehr gezogen. Der Fahrer wurde festgenommen und befindet sich
mittlerweile in Untersuchungshaft.

Die Zollbeamten kontrollierten den Pkw mit polnischer Zulassung im fließenden
Verkehr in Fahrtrichtung Nürnberg an der Ausfahrt Kitzingen. Der Fahrer – ein
ukrainischer Staatsangehöriger – gab an, aus den Niederlanden nach Tschechien
unterwegs zu sein. Die Frage der Einsatzkräfte nach verbotenen Gegenständen
verneinte er zunächst. Ein positiver Drogentest an den Händen des Fahrers
veranlasste die Zöllner jedoch zu einer eingehenden Durchsuchung des Fahrzeugs.

In der Reserveradmulde des Kofferraums stießen die Kontrollkräfte schließlich
auf zehn prall gefüllte, luftdicht verschweißte Pakete mit einer weißen
Substanz. Ein durchgeführter Schnelltest bestätigte den Verdacht: Bei dem Inhalt
der Pakete handelt es sich mutmaßlich um mehr als 10 Kilogramm Kokain. Darüber
hinaus wurde im Kofferraum des Fahrzeugs ein Gummischlagstock vorgefunden und
sichergestellt.

Bei der weiteren Überprüfung des Fahrzeugs stellten die Beamten neben dem Kokain
zwei mit Kraftstoff gefüllte Kanister (44,5 Liter) fest. Da ein durchgeführter
Wischtest an den Kanistern positiv auf Amphetamin reagierte, wurden auch diese
sichergestellt. Eine forensische Untersuchung soll nun final klären, ob es sich
beim Inhalt um ein Gemisch aus flüssigem Amphetamin und Diesel handelt.

„Durch das Einschreiten unserer Einsatzkräfte haben wir verhindert, dass diese
große Menge an Rauschgift auf der Straße landet“, erklärt Benedikt Danz,
Pressesprecher des Hauptzollamts Schweinfurt.

Sämtliche Beweismittel – darunter die Drogen, der Schlagstock, drei vorgefundene
Mobiltelefone, 900 Euro Bargeld sowie der Pkw – wurden beschlagnahmt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde der vorläufig Festgenommene am
Samstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft
gegen den Beschuldigten an.

Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Nordbayern des
Zollfahndungsamtes München und des Bayerischen Landeskriminalamtes hat die
weiteren Ermittlungen übernommen.

Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für den Beschuldigten die
Unschuldsvermutung.

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