Aschaffenburg / Bamberg / Schweinfurt / Würzburg (ots) – Fast wie beim
Ostereiersuchen – nur mit deutlich brisanterem Inhalt: Eine erfolgreiche Bilanz
zieht die Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Schweinfurt für den
vergangenen Ostermonat April. Neben der Sicherstellung von mehr als 100.000
Schmuggelzigaretten und einem massiven Aufgriff von Dopingmitteln im Postverkehr
konnten die Beamten auch einen kuriosen Fahndungstreffer bei einer
Fahrzeugkontrolle erzielen.
Großaufgriff von Dopingmitteln im Paketzentrum
Mitte April führten Beamte der Kontrolleinheit eine verdachtsunabhängige
Kontrolle von innergemeinschaftlichen Post- und Paketsendungen durch. In den
Geschäftsräumen eines internationalen Paketdienstleisters geriet dabei ein Paket
aus Polen ins Visier der Zöllner. Beim Öffnen der Sendung stießen die Beamten
auf insgesamt 5.155 Stück Dopingmittel in Form von verschiedensten Ampullen und
Tabletten. Die sichergestellten Substanzen verstießen dabei in massiver Art und
Weise gegen das Anti-Doping-Gesetz. Die gesetzlich festgelegte „nicht geringe
Menge“ wurde hierbei mindestens um das fast 2.000-fache überschritten. Weitere
300 unbeschriftete, nicht zuordenbare Ampullen wurden ebenfalls sichergestellt.
Gegen den Empfänger des Postpakets wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts
des Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetzes eingeleitet. Durch das
Sicherstellen dieser gefährlichen Präparate schützt der Zoll die Bevölkerung vor
erheblichen gesundheitlichen Risiken.
Mehr als 100.000 Schmuggelzigaretten sichergestellt
Die Bekämpfung des grenzüberschreitenden Tabakschmuggels auf den Autobahnen der
Region ist und bleibt natürlich weiterhin ein Schwerpunkt der Arbeit der
Kontrolleinheiten des Zolls. Im Laufe des Monats April konnten bei
Fahrzeugkontrollen insgesamt 102.498 unversteuerte Zigaretten aus dem Verkehr
gezogen werden. Wie auch in vergangenen Zeiträumen versuchten die Schmuggler mal
mehr oder weniger kreativ, die Ware in verschiedenen Verstecken in Fahrzeugen an
den Kontrollbeamten vorbeizuschleusen. Die vorgefundenen Schmuggelzigaretten
wurden allesamt sichergestellt, gegen die Betroffenen wurden entsprechende
Steuerstrafverfahren eingeleitet.
Kurioser Fund: Gestohlener E-Scooter zwischen Abfall und Schrott
Ein etwas ungewöhnlicherer Fall ereignete sich bereits am 13. April 2026 bei der
Kontrolle eines bulgarischen Kleintransporters auf dem Weg Richtung Osteuropa.
Das Fahrzeug, besetzt mit drei Personen, war mit gebrauchten Kühlschränken,
alten Fahrrädern und Metallschrott beladen. Inmitten dieser Ladung entdeckten
die Zöllner einen hochwertigen E-Scooter, der optisch so gar nicht zum
restlichen „Schrott“ passen wollte. Eine Abfrage der Fahrgestellnummer
bestätigte den Verdacht der aufmerksamen Einsatzkräfte: Das Kleinkraftrad war
vor einer Schule in Frankfurt am Main gestohlen worden und zur Fahndung
ausgeschrieben. Der Roller wurde sichergestellt, die Personen wurden für weitere
strafprozessuale Maßnahmen an die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg übergeben.
„Egal ob im Paket oder auf der Ladefläche: Wer Schmuggelware oder Diebesgut
durch die Region transportiert, muss mit unseren Kontrolleinheiten rechnen“,
macht Benedikt Danz, Sprecher des Schweinfurter Zolls, mit Blick auf die
erfolgreiche April-Bilanz deutlich.








