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„Die traditionellen Stärken der Region zu bewahren, ist unser zentrales Anliegen“

vom 11.03.2026 - 08:03 Uhr

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Schweinfurt/Mainfranken:  Bei der Jahresauftakt-Vollversammlung der IHK Würzburg-Schweinfurt standen die Wirtschafts- und Sicherheitspolitik im Mittelpunkt der Debatte. DIHK-Bereichsleiter Dr. Sebastian Bolay informierte die Unternehmerinnen und Unternehmer über „Neue Wege in der Energiewende“. Unterfrankens Regierungspräsidentin Dr. Susanne Weizendörfer spannte den Bogen in die Region und sprach zum Thema „Verwaltung, die Wirtschaft möglich macht – die Regierung von Unterfranken als Partnerin des Standorts Mainfranken“.

In ihrer ersten Arbeitssitzung des neuen Jahres verabschiedeten die Unternehmerinnen und Unternehmer das Positionspapier „Zivil-militärische Zusammenarbeit gemeinsam gestalten“. Mit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hat sich die geopolitische Sicherheitslage stark verändert und weitere globale Krisenherde schwelen, zuletzt einmal mehr im Nahen Osten. Dies wirkt sich laut Papier nicht zuletzt über gestörte Lieferketten, hohe Energiepreise und hybride Bedrohungen auch auf die mainfränkische Wirtschaft aus. Deutschland stehe vor neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen. Staat, Wirtschaft und Gesellschaft müssten diese gemeinsam bewältigen. Die IHK fordert daher im Papier einige Maßnahmen: So brauche es mehr Tempo auf allen Ebenen, schnellere Verwaltungsverfahren und weniger Bürokratie. Elementar sei auch ein ordnungspolitischer Rahmen für eine innovative und starke Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Gleichzeitig müsse das Land seine Resilienz in den Bereichen Cyber-, Energie- und Rohstoffsicherheit erhöhen. Laut Papier kommt der IHK-Organisation dabei die wesentliche Rolle zu, die zivil-militärische Zusammenarbeit mit der (mainfränkischen) Wirtschaft weiter zu stärken. Dies geschieht unter anderem im Rahmen des regionalen „Netzwerks Defence“, in dem sich Unternehmen und Vertreter der Sicherheitsbehörden regelmäßig treffen, zuletzt im März. Der nächste Termin des Netzwerks findet Anfang Mai in Würzburg statt.

Die Energiewende ist auch sicherheitspolitisch relevant

Anschließend informierte DIHK-Bereichsleiter Dr. Sebastian Bolay die Unternehmerinnen und Unternehmer über „Neue Wege in der Energiewende“. IHK-Präsidentin Caroline Trips betonte, dass Versorgungssicherheit nicht nur ein energie-, sondern auch ein sicherheitspolitisch relevantes Thema sei. „Die Energiewende steht an einem entscheidenden Punkt. Klimaziele, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit verlangen neue Antworten.“ Bolay nahm den Ball auf: „Der aktuelle Weg zur Klimaneutralität setzt auf staatliche Detailsteuerung und führt dadurch zu unnötig hohen Kosten für die Wirtschaft.“ Die DIHK plädiere deshalb für einen anderen Ansatz: Die Unternehmen sollten selbst entscheiden können, wie sie klimaneutral werden. „So entstehen Innovationen und die besten Lösungen setzen sich durch“, so der DIHK-Energieexperte.

Gastvortrag von Dr. Susanne Weizendörfer

Zum Abschluss der Sitzung sprach Unterfrankens Regierungspräsidentin Dr. Susanne Weizendörfer zum Thema „Verwaltung, die Wirtschaft möglich macht – die Regierung von Unterfranken als Partnerin des Standorts Mainfranken“. IHK-Präsidentin Caroline Trips hatte vorgelegt, indem sie den wirtschaftlichen Erfolg Mainfrankens neben der unternehmerischen Innovationskraft auch an verlässlichen, transparenten und handlungsfähigen Rahmenbedingungen festmachte. „Eine moderne Verwaltung spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie kann Prozesse strukturieren, Orientierung geben und Entwicklung ermöglichen“, so Trips. Gerade im Zusammenspiel von Wirtschaft, Kommunen und staatlichen Institutionen zeige sich, wie wichtig partnerschaftliches Handeln, Dialogfähigkeit und ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen vor Ort seien, erklärte die IHK-Präsidentin.

„Die Regierung von Unterfranken versteht sich als verlässlicher Partner der mainfränkischen Wirtschaft. Die traditionellen Stärken der Region zu bewahren und gleichzeitig den Strukturwandel aktiv zu gestalten, ist unser zentrales Anliegen“, so Regierungspräsidentin Weizendörfer. Hierfür stehe der Regierung von Unterfranken eine große Bandbreite an Förderprogrammen für Unternehmen und Existenzgründer, Wissenschaft und Forschung, den Tourismus oder den Breitband- und Gigabitausbauausbau zur Verfügung. Die geförderten Projekte würden für erhebliche Umsätze bei mainfränkischen Firmen sorgen und Arbeitsplätze sichern. Neben der Rolle als „Förderagentur“ betonte Weizendörfer auch die Rolle der Regierung als Planfeststellungs- und Genehmigungsbehörde für eine Vielzahl von zukunftsweisenden Projekten, wie z.B. Windparks, Kraftwerke, Energieleitungen oder Straßenbaumaßnahmen. Hier würden durch die Regierung von Unterfranken rechtssichere und ausgewogene Kompromisslösungen gefunden, die der mainfränkischen Wirtschaft die erforderliche Planungssicherheit für ihre Investitionen bieten und einen wichtigen Beitrag zur Standortattraktivität der Region leisten würden, erklärte Weizendörfer.

Titelbild: IHK-Präsidentin Caroline Trips (2.v.r.), IHK-Vizepräsident Dr. Stefan Möhringer (links) und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Sascha Genders (rechts) begrüßten Unterfrankens Regierungspräsidentin Dr. Susanne Weizendörfer, die den Unternehmern erklärte, dass sich die Regierung als verlässliche Partnerin der Wirtschaft verstehe. Foto: Marcel Gränz

Bildt 2: DIHK-Bereichsleiter Dr. Sebastian Bolay informierte über „Neue Wege in der Energiewende“. Foto: Marcel Gränz

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