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Willy-Brandt-Medaille für Marianne Firsching

vom 28.11.2011 - 13:11 Uhr

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Schweinfurt: „Gemeinsam sind wir stark“ – unter diesem Motto begrüßte Stadt- und Bezirksrätin Kathi Petersen die Kreisverbände der SPD Schweinfurt-Stadt und –Land im Kolpinghaus zu einer gemeinsamen Delegierten- und Mitgliederversammlung. Europapolitik sowie die Ehrung der vor Kurzem ausgeschiedenen Stadträtin Marianne Firsching mit der Willy-Brandt-Medaille waren die Hauptthemen an diesem Abend.

Davor gedachte die Versammlung des vor einigen Tagen verstorbenen Karl Krebs aus Schwebheim, einer der Vorsitzenden der SPD-Seniorenorganisation 60plus. Kreisvorsitzender Peter Pfister würdigte Karl Krebs als einen Mann der Tat, der ohne viele Worte und viel Aufhebens immer zur Stelle war, wenn er gebraucht wurde und trotz seiner schweren Krankheit, die ihn seit vielen Jahren begleitete, immer engagiert mitgemacht hätte.

Der Bundestagsabgeordnete Frank Hofmann war eigens früher von der Sitzungswoche des Bundestags zurückgekehrt um Marianne Firsching, das soziale Gewissen der Schweinfurter SPD, für ihre Verdienste mit der Willy-Brandt-Medaille, der höchsten Auszeichnung, die die SPD an Mitglieder vergibt, auszuzeichnen. Hofmann rühmte ihr soziales Engagement und die Vehemenz und Durchsetzungskraft mit der sie auftritt, wenn ihr etwas wichtig ist. Er erinnerte daran, wie sie sich im Jahr 2004 erfolgreich für den Erhalt des Sozialausschusses eingesetzt hatte, zu einer Zeit, als es für viele modern war neoliberale Positionen zu vertreten und das Soziale als nebensächlich zu betrachten. Diesen Strömungen habe Marianne Firsching immer widerstanden. Hofmann bezeichnete sie in Anlehnung an ein Willy-Brandt-Zitat als „Gewählte“, die dieser immer den „Erwählten“ vorzog. Marianne Firsching freute sich unter begeistertem Applaus der Genossinnen und Genossen im vollbesetzten Saal des Kolpinghauses über diese Auszeichnung, mit der sie nie gerechnet hätte. Umso mehr erfülle sie diese mit Stolz. Sympathisch selbstbewusst meinte sie, dass es mit dieser Auszeichnung „schon die Richtige getroffen“ habe.

Kerstin Westphal, SPD-Europaabgeordnete aus Schweinfurt, bestritt den politischen Teil der Veranstaltung und erläuterte warum ein Europa der Regionen mit starken Kommunen auch ein starkes Europa sei und warum es so wichtig sei die EU nicht nur zu erhalten, sondern sogar in Richtung der „Vereinigten Staaten von Europa“ auszubauen. Auch wenn ihre Stimme aufgrund einer Erkältung stark in Mitleidenschaft gezogen war, lauschten die anwesenden SPDler gespannt und interessiert ihrer mehr geflüsterten als gesprochenen Rede. Westphal erinnerte daran, dass es Scholz, Steinmeier und Steinbrück waren, die in der großen Koalition die Weichen so gestellt hätten, dass Deutschland heute trotz Wirtschafts- und Finanzkrise relativ gut da stünde. Westphal bedauerte, dass von den 900 Millionen Euro, die Bayern aus dem Mitteln für die regionale Strukturpolitik bekäme, sehr wenig in der Region ankomme. Nachdem diese Mittel in München von der Bayerischen Staatsregierung verteilt würden, ermunterte sie Kommunalpolitikerinnen und –politiker Projekte hierfür anzumelden. Gerade für die Bewältigung des demografischen Wandels könnten diese Mittel angeforderte werden und sie sei gerne bereit hier unterstützend tätig zu werden.

MdB Frank Hofmann griff das Thema Rechtsextremismus auf. Der Verfassungsschutzbericht hätte seit 10 Jahren ausgeführt, dass in Deutschland keine rechtsextremen Strukturen erkennbar wären. Es sei ein Skandal, dass der Verfassungsschutzbericht damit sei 10 Jahren falsch gewesen wäre. Andererseits gäbe es aber für Gruppierungen, die aktiv gegen den braunen Sumpf kämpften, eine Extremismusklausel. Linke Gruppierungen würden argwöhnisch beäugt und die Opfer der rechtsextremen Morde seien kriminalisiert worden, beklagte der SPD-Bundestagsabgeordnete.

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