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Schweinfurter OberLand will künftig eigenen Strom produzieren

Die Energiewende und der Klimaschutz ist eine herausragende und zugleich bedeutende, existenzielle gesellschaftliche Aufgabe. Dabei kommt insbesondere den Kommunen eine Vorbild- und Schlüsselfunktion zu.

Immer wieder hat sich die Allianz Schweinfurter OberLand in der Vergangenheit mit Energiethemen intensiv auseinandergesetzt und den Austausch zwischen den Mitgliedsgemeinden gefördert. So sind darüber hinaus in den letzten Jahren allianzweit Photovoltaik- und Windkraftprojekte von Energieversorgungsunternehmen und Projektentwickler erfolgreich realisiert worden. Darüber hinaus realisierten die Kommunen in Eigenregie teils Nahwärmeprojekte und entwickelten hoch moderne Energiezentralen, aber auch Energiekonzepte konnten unter fachlicher Anleitung erstellt werden.

Mit fast 300 Quadratkilometer Fläche und mehr als 22.000 Einwohnern bietet das Schweinfurter OberLand viel Platz und Perspektiven zur Entfaltung und Entwicklung, erklärt Allianzsprecher und Schonungens Bürgermeister Stefan Rottmann.

Die Lenkungsgruppe mit den Bürgermeistern sowie die (Markt-)Gemeinderäte der Allianz Schweinfurter OberLand haben sich dafür ausgesprochen, das Thema „Regenerative Energien“, insbesondere Photovoltaik und Windkraft im Allianzgebiet zukünftig interkommunal und nach einheitlichen Maßstäben voranzutreiben. Begleitet wird der Prozess durch Allianzmanagerin Hannah Rabea-Grübl. Impuls- und Ideengeber für dieses Pilotprojekt ist Bürgermeister Friedel Heckenlauer.

Ziel der Ausbau-Offensive ist es zum einen, klimafreundliche Energie zu erzeugen, zum anderen sollen nicht nur einzelne Grundstückseigentümer, Investoren oder Projektanten, sondern die breite Bevölkerung profitieren.

Aus diesem Grund haben die (Markt-)Gemeinderäte der sechs Gemeinden Schonungen, Üchtelhausen, Thundorf i. UFr., Rannungen, Stadtlauringen und Maßbach nun festgelegt, die Bauleitplanung von entsprechenden Energieprojekten für private Vorhaben zunächst auszusetzen.

In einem nächsten Schritt geht es nun darum, in welcher Gesellschaftsform und in welchen Strukturen und Konstellationen Energieprojekte gemeinsam interkommunal realisiert werden könnten. Außerdem muss geprüft werden, welche Flächen für die jeweilige Energieform am sinnvollsten und wirtschaftlichsten erscheint.

Der Fokus liegt darauf, dass Kommunen wie auch Bürger direkt von den Energieprojekten profitieren, dies soll in erster Linie auch Vertrauen und Akzeptanz schaffen. „Die gesamte Wertschöpfungskette, nämlich von der Erzeugung, über die Nutzung des Stroms bis hin zur Verwendung der daraus resultierenden Erträge könnte dann eins zu eins den Allianz-Kommunen zu Gute kommen und nicht nur einzelnen finanzstarken Investoren!“, erklärt Bürgermeister Friedel Heckenlauer. Im Idealfall profitiert die Allgemeinheit von Pachteinnahmen, Gewerbesteuer und Erträge aus der Energieerzeugung.

Die Bürgermeister und ihre Gemeinderäte wollen im nächsten Schritt zusammen mit dem Allianzmanagement die Eigentümer von Grundstücken für diese neue Situation sensibilisieren und darauf aufmerksam machen, dass künftige Energieprojekte immer im Zusammenwirken mit den jeweiligen Kommunen erfolgen werden. Deswegen wird Eigentümern von Flächen im Außenbereich sehr empfohlen, sich vor einer Vertragsentscheidung (Pachtverträge für Energieprojekte –Photovoltaik und Windkraft) mit dieser Beschlusslage und Zielrichtung der Gemeinden vertraut zu machen. Um den Prozess und die Abläufe zu kanalisieren steht als erster Ansprechpartner Bürgermeister Friedel Heckenlauer (Markt Stadtlauringen, Tel: 09724/91040) jederzeit Interessierten zur Verfügung.

Das Foto zeigt von links: Allianzmanagerin Hannah Rabea-Grübl, Bürgermeister Johannes Grebner (Üchtelhausen), Allianzsprecher und Bürgermeister Stefan Rottmann (Schonungen), dahinter Bürgermeister Matthias Klement (Maßbach), Bürgermeister Friedel Heckenlauer (Stadtlauringen), Bürgermeisterin Judith Dekant (Thundorf i. Ufr.) und 3. Bürgermeisterin Bettina Bonengel (Rannungen). (Foto Allianz Schweinfurter OberLand, Birgit Wetz)

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