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Schweinfurt positioniert sich als Zukunftsstandort für Data Center und KI – Infrastruktur

vom 24.04.2026 - 15:04 Uhr

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Schweinfurt: In einer gemeinsamen Sitzung der Arbeitsgruppe XPLORE mit dem renommierten Münchner Rechenzentrumsexperten Investa Real Estate haben engagierte Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft den nächsten Meilenstein auf dem Weg zu einer AI-Gigafactory am Standort Schweinfurt gesetzt. Das Treffen, das am 20. April 2026 in der IHK Schweinfurt stattfand, hat eindrucksvoll gezeigt: Der Wille, Schweinfurt zu einem der führenden Standorte für digitale Infrastruktur in Europa zu machen, ist stärker denn je.

Starkes Bündnis aus Region, Politik und Expertise

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Projekt „Blue Swan“ – mit dem Rechenzentrumsstandort Schweinfurt für die Bewerbung um eine der fünf geplanten europäischen AI-Gigafactories der Europäischen Union. Die Runde vereinte Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunal- und Landespolitik, regionaler Wirtschaft, Hochschule sowie Spitzenvertreter von Investa Real Estate, darunter Geschäftsführer Rupprecht Rittweger und Projektverantwortlicher Tonio Rost, begleitet von Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann, dem emeritierten Präsidenten der Technischen Universität München.

Martina Gießübel, MdL, die zu dem Austausch eingeladen hatte, unterstrich die historische Dimension des Vorhabens:

„Eine AI-Gigafactory in Schweinfurt wäre ein Quantensprung für unsere Region – wirtschaftlich, technologisch und strukturell. Wir haben hier alle Voraussetzungen, um zu einem europäischen Leuchtturm der digitalen Infrastruktur zu werden. Das Ziel ist klar, die Motivation aller Beteiligten ist außergewöhnlich hoch – und ich bin überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Arbeitsgruppe XPLORE und Investa Real Estate – starke Partner für ein großes Vorhaben

Die Arbeitsgruppe XPLORE ist ein regionales Netzwerk aus Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, das die Ansiedlung zukunftsweisender Infrastrukturprojekte im Raum Schweinfurt aktiv vorantreibt. Als Motor und koordinierendes Gremium bündelt XPLORE lokale Kompetenzen und politische Unterstützung, um den Standort bestmöglich zu positionieren.

Investa Real Estate plant, baut und sichert Rechenzentren seit über 25 Jahren und bietet gemeinsam mit den Portfoliounternehmen ein umfassendes Service-Portfolio in den Bereichen: Systemintegration, automatisierte Physical Security-Lösungen, Engineering, ESG, z.B. Abwärmenutzung aus Rechenzentren, an. Daneben werden in dem Geschäftsfeld „Innovationsquartiere“ Unternehmen, Start-ups, Scale-ups, öffentliche Einrichtungen und Regierungsbehörden unterstützt, Technologien für eine resiliente Gesellschaft voranzutreiben und missionsorientierte Ökosysteme aufzubauen.


„Der Standort Schweinfurt ist insbesondere aufgrund der hervorragenden Connectivity, der Nähe zu Frankfurt und der energiewirtschaftlichen Anbindung an den Südlink sehr interessant für eine Rechenzentrumsentwicklung. Ziel ist es, rund um Schweinfurt eine AI-Community auf Basis der bestehenden Initiativen/Forschung zu formen und die Anwendung von KI zu beschleunigen. Die Unterstützung aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in der Region ist bemerkenswert und gibt dem Projekt einen echten Rückenwind.“
Rupprecht Rittweger, CEO Investa Real Estate

Sachstand: Starke Ausgangslage, klare Roadmap

Der europäische Förderaufruf (EU-Call), der die Vergabe der fünf geplanten AI-Gigafactory-Standorte in Europa einleitet, wird nach Verzögerung nun für das zweite Quartal 2026 erwartet. Nach Veröffentlichung bleiben drei Monate für die Einreichung der Bewerbung und weitere drei Monate für das EU-Prüfverfahren – ein sportlicher, aber realistischer Zeitplan.

Perspektive: Schweinfurt als KI-Ökosystem der Zukunft

Das Projekt geht weit über ein physisches Rechenzentrum hinaus. Im Rahmen der Sitzung wurden zukunftsweisende Entwicklungspotenziale für die gesamte Region skizziert:

  • Digital Infrastructure Academy – „Infrastruktur für ein digitales Deutschland“ – zur Förderung und Ausbildung von Schlüsselkompetenzen für resiliente und digitale Infrastrukturen
  • Enge Kooperation mit Hochschulen (z.B. THWS/JMU inkl. CAIDAS/CAIRO, UTN, FAU, Fraunhofer, LRZ, TUM, LMU, Helmholtz …), IHK, Handwerkskammer und Wirtschaftsförderung
  • Ansiedlung innovativer Unternehmen und Start-ups im Umfeld der Infrastruktur
  • Nutzung der Abwärme in regionalen Nahwärmenetzen

Als Inspiration dient u.a. der Marienpark Berlin – Resilience Technology Campus mit dem dort ansässigen KI Park e.V., ein lebendiges KI-Netzwerk aus Industrie, Forschung und Start-ups, das Investa mitentwickelt hat. Ein Besuch des Campus wurde von Investa als Einladung an die Arbeitsgruppe XPLORE ausgesprochen, um Impulse für Schweinfurt zu gewinnen.

Jürgen Bode, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt, bringt die Aufbruchsstimmung auf den Punkt:

„Beim Blue Swan Workshop im März haben wir mit rund 120 Teilnehmern aus der regionalen Wirtschaft gesehen, wie groß das Interesse und die Begeisterung für dieses Projekt in unserer Region sind. Jetzt geht es darum, die konkreten Chancen noch sichtbarer zu machen – für Unternehmen, für Bürgerinnen und Bürger, für die gesamte Region.“

Und der Geschäftsführer des Zweckverbands Interkommunaler Gewerbepark Conn Barracks Tobias Blesch ergänzt:

„Eine AI-Gigafactory in Schweinfurt ist nicht nur ein Infrastrukturprojekt, sie ist der Startschuss für ein ganzes digitales Ökosystem.“

Gemeinsam auf Erfolgskurs

Der Impuls der Sitzung ist klar: Wo noch Weichen zu stellen sind, wird mit Nachdruck gehandelt.

Das Treffen am 20. April hat einmal mehr bewiesen: Schweinfurt verfügt über das Netzwerk, die Infrastruktur und den Gestaltungswillen, um auf der europäischen Bühne zu bestehen. Die nächsten Monate werden richtungsweisend sein.

Foto (Wullhorst) : Nach dem Treffen im Hause der IHK, die Mitglieder der Xplore Arbeitsgruppe und die Verantwortlichen der Investa Real Estate

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