Forster Dorfanger: Ab September wird gebaut

8. Juli 2013

Schonungen / Forst: Nur mit viel Phantasie kann man dieser Tage beim Anblick des Forster Dorfangers erahnen, wie sich der Ortsmittelpunkt in den nächsten Monaten verändern wird. Noch klaffen große Löcher in der Fahrbahn: Der Kanalbau ist abgeschlossen, die beauftragten Firmen abgezogen, sodass vorläufig wieder Ruhe am Dorfanger eingekehrt ist. Die Ruhe soll aber nur von kurzer Dauer sein. Bürgermeister und Gemeinderat wollen das Projekt nun beschleunigen: Die entsprechenden Beschlüsse und Zustimmungen zur Planung sind unlängst auf den Weg gebracht: Auch die Teilnehmergemeinschaft und Pfarrgemeinde ist mit im Boot. Jetzt geht es vor allem um die Oberflächengestaltung, die das Herzstück der Dorferneuerung darstellt. Martin Palm vom Amt für ländliche Entwicklung gab im Rahmen eines Vor-Ort-Termins die weitere zeitliche Planung bekannt. Noch im Juli soll im Rahmen des Vergabeverfahrens das Leistungsverzeichnis erstellt werden, sodass die Submission im September erfolgt und nur Tage später der Startschuss für die Bauarbeiten gegeben werden kann. Je nach Witterung wird mit dem Ende der Bauarbeiten im Frühjahr/Sommer 2014 gerechnet.

Nicht nur planerisch ist der Dorfanger aufgrund seiner schwierigen topographischen Lage ein Mammutprojekt, auch die Investitionssumme mit 1,4 Mio. Euro ist beachtlich. Wichtig war dem Gemeinderat, sich die Synergie des Dorferneuerungsprojekts auch für den Kanalbau zu nutze zu machen. Marode Kanaltrassen und Hausanschlüsse, sowie die Wasserversorgung wurden gleich mit ausgetauscht. Alleine der Kanalbau kommt auf 526.000 Euro. „Ohne Dorferneuerungsverfahren wie diese, könnten wir unsere Ortsteile kaum weiterentwickeln: Wir wären finanziell und personell überfordert!“, zeigte sich Bürgermeister Stefan Rottmann im Hinblick auf die insgesamt neun Ortsteile der Großgemeinde dankbar. Immerhin fließen beträchtliche Zuschüsse vom Amt für Ländliche Entwicklung in das Dorf-Anger-Projekt: Insgesamt über 500.000 Euro.

Aber nicht nur Forst liegt im Fokus der Dorferneuerung: Waldsachsen steht mit dem Druck der Ortschronik kurz vor dem Abschluss, Hausen steckt mitten im Flur- bzw. Dorferneuerungsverfahren und in Reichmannshausen wurde die Dorferneuerung erst vor wenigen Wochen angeordnet. Vor allem Privateigentümer von Immobilien können profitieren: Bis zu 30% schießt der Staat für Sanierungen an Gebäuden in unmittelbarer Nähe des Dorfangers zu. Allerdings nur für die Dauer des Dorferneuerungsverfahrens, das womöglich 2014 beendet wird. Noch vor Beauftragung von Handwerkern, sollten Privatinitiativen mit den Zuschussgebern abgestimmt werden, heißt es aus dem Rathaus.

Gemeinderat Manfred Kraus sieht in der Umgestaltung des Dorfangers einen wichtigen Baustein zur Attraktivitätssteigerung des Altorts: „Die Wohn- und Lebensqualität wird spürbar aufgewertet!“, erklärt er. Markanteste Änderung der Umgestaltung des Dorfangers ist die Straßenführung: Statt Y-Spange führt nun lediglich eine ausreichend breite Fahrbahn von Nord nach Süd durch das Unterdorf. Mehr Parkraum an den Seitenarmen und Zufahrten zu den Höfen können durch die Reduzierung der Straßenflächen gewonnen werden. Terrassenartig werden die Parkplätze parallel zur Unteren Straßen in den jeweiligen Parkbuchten geschaffen. Ein freundlicheres Bild wird durch die zahlreichen Grün- und Aufenthaltsflächen geschaffen. Zuletzt segnete der Gemeinderat die Standorte für die Laternen ab. Mit zukunftsweisender LED-Technik, soll der Dorfanger künftig auch Abends im besten Licht erstrahlen. Vor der Kirche am Kreuzungsbereich mit der Forster Hauptstraße entsteht sogar ein kleiner Festplatz mit entsprechenden Stromanbindungen. Er soll künftig Raum für Feierlichkeiten wie das Maibaum-Aufstellen oder den Hahnenschlag bieten. Seinen besonderen Charme erhält der Dorfanger durch seine individuelle Oberflächengestaltung: Asphalt, Pflaster und Grünflächen wechseln sich ab. „Funktional, aber auch pflegeleicht, sollte der Dorfanger für die Zukunft nutzbar sein!“, sagt Bürgermeister Stefan Rottmann. Die Fußwege an beiden Häuserfronten bleiben bestehen werden aber ebenfalls neu gestaltet und optimiert. Aufgelockert wird die Treppenführung an der Kirchenseite. Auch die Pfarrgemeinde nutzt die Chance der Dorferneuerung um Verbesserungen an Gebäude und Kirchenumfeld zu schaffen.

„Ein bisschen Geduld müssen die Anwohner noch mitbringen!“, erklärt Bautechniker Thomas Pröstler. Beim bevorstehenden Bauabschnitt wird es wieder zu Verkehrsbeeinträchtigungen, Lärm- und Staubentwicklungen kommen: „Die Bürgerinnen und Bürger hatten in der Vergangenheit großes Verständnis für die Bauarbeiten gezeigt. Wir hoffen, dass die Maßnahmen weiterhin wohlwollend mitgetragen werden, schließlich kommen sie vor allem den Anwohnern am Dorfanger zu Gute!“, erklärt Pröstler.

Das Foto zeigt von links: Bauamtsleiterin Katharina Endres, Gemeinderat Manfred Kraus, Bürgermeister Stefan Rottmann, Bautechniker Thomas Pröslter, Gemeinderat Manfred Zängerlein und Martin Palm vom Amt für Ländliche Entwicklung.

online gestellt von Florian Kohl

Florian Kohl ist Inhaber von REVISTA in Schweinfurt, Podcaster bei schweinfurtundso.de, Blogger bei floriankohl.de und Partner bei kunkel & kohl. Du erreichst Florian per Email unter fkohl@revista.de

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