Würzburg/Mainfranken: Die IHK Würzburg-Schweinfurt, die THWS und das TTZ-WUE laden am 30. April 2026 zur Kick-off-Veranstaltung eines neuen regionalen Kooperationsangebots ein. Ab dann können Unternehmen aus Mainfranken kostenfreie Cybersecurity-Checks in Anspruch nehmen.
Cyberangriffe treffen nicht mehr nur Großunternehmen, sondern zunehmend auch kleine und mittlere Betriebe. Sie geraten ins Visier von Ransomware, Phishing und Angriffen auf Lieferketten oder vernetzte Produktionsumgebungen. Um Unternehmen aus Mainfranken praxisnah zu unterstützen, starten die IHK Würzburg-Schweinfurt, die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) und das Technologietransferzentrum für Cybersicherheit TTZ-WUE (Ochsenfurt) ab April 2026 ein gemeinsames Angebot: kostenfreie Cybersecurity-Checks inklusive Ergebnisbesprechung mit Fachexpertinnen und Fachexperten.
Den offiziellen Startschuss gibt eine Kick-off-Veranstaltung am 30. April 2026 von 14 bis 17 Uhr in der IHK-Hauptgeschäftsstelle in Würzburg. Im Mittelpunkt steht ein Fachvortrag von Prof. Dr.-Ing. Sebastian Biedermann. Er ist Professor für Informationssicherheit an der THWS und Leiter des TTZ-WUE. In seinem Vortrag geht es um die aktuelle Bedrohungslage: „Welche Angriffsmuster sind derzeit besonders relevant und wo haben Unternehmen kurzfristig wirksame Hebel?“ Im zweiten Teil der Veranstaltung wird das Konzept der kostenfreien Cybersecurity-Checks im Detail vorgestellt. Dabei werden Ablauf, typische Themenfelder, zu erwartende Ergebnisse und konkrete nächste Schritte erläutert.
Niedrigschwelliger Einstieg
Die Cybersecurity-Checks sind für Unternehmen jeder Größe konzipiert und können ohne besondere Vorkenntnisse genutzt werden. Betrachtet werden typische Schwachstellen in IT-Prozessen, Zugriffs- und Berechtigungskonzepten, Backup- und Wiederherstellungsstrategien sowie in der Absicherung von Web-Anwendungen und vernetzten Systemen. Die Ergebnisse werden anschließend gemeinsam mit Expertinnen und Experten verständlich aufbereitet und priorisiert, um Unternehmen schnell von einer ersten Standortbestimmung zu einem umsetzbaren Maßnahmenplan zu führen.
„Mit diesem Angebot wollen wir die Lücke zwischen dem Wissen, dass Handlungsbedarf besteht, und dem konkreten ersten Schritt schließen“, erklärt Julia Holleber, Referentin für Digitalisierung bei der IHK Würzburg-Schweinfurt. „Der Check ist bewusst niedrigschwellig gehalten. Er soll Unternehmen einen belastbaren Überblick verschaffen, ohne sie zu überfordern.“
Angewandte Cybersicherheitsforschung für die Region
Wissenschaftlicher Partner ist das TTZ-WUE, eine Forschungseinrichtung der THWS mit Sitz in Ochsenfurt im Landkreis Würzburg. Das Zentrum wird im Rahmen des bayerischen Förderprogramms „Hightech Transfer Bayern” für fünf Jahre gefördert, die Räumlichkeiten werden vom Landkreis Würzburg bereitgestellt. Inhaltlich deckt das TTZ-WUE zentrale Felder der angewandten Cybersicherheit ab: Malware-Analyse, Schwachstellenforschung in Web-Anwendungen und IoT-/OT-Umgebungen, Threat Intelligence sowie den Einsatz von KI im Kontext der IT-Sicherheit.
Zur Kick-off-Veranstaltung sind neben Unternehmen auch Multiplikatoren aus den Bereichen Wirtschaftsförderung, Verbände, Kommunen und regionale Netzwerke eingeladen. Auch Pressevertreter sind herzlich willkommen.
Die Anmeldung ist über das Veranstaltungsportal der IHK möglich: www.wuerzburg.ihk.de/securitycheck
Symbolfoto: from Pixabay








