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Workshop zur Nahversorgung im Schweinfurter Land

vom 05.10.2015 - 12:10 Uhr

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Landkreis Schweinfurt: Was tut sich in Sachen Nahversorgung im Schweinfurter Land – zu dieser Frage sind auf Einladung der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) und der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Schweinfurter Land e. V. zahlreiche Kommunalvertreter, die Allianzmanagements und einige Interessierte aus dem Bereich Einzelhandel zu einem intensiven Austausch in Geldersheim zusammengekommen. Gemeinsam analysierten sie die Situation und erarbeiteten Ansätze für eine funktionierende Nahversorgung.

Landrat Florian Töpper ging in seiner Begrüßung auf die Bedeutung der Nahversorgung ein, die zunehmend von den Bewohnern als unzureichend und als Problem wahrgenommen und angesprochen werde. Aus diesem Grund, so Landrat Töpper, wurde aus dem Dialog- und Beteiligungsprozesses zur Erstellung der Lokalen Entwicklungsstrategie heraus das Thema Nahversorgung als Handlungsziel für die künftige Entwicklung des Schweinfurter Lands formuliert.

„Die Lokale Aktionsgruppe und der Landkreis Schweinfurt kommen mit dem heutigen Workshop dem in der Lokalen Entwicklungsstrategie formulierten Auftrag nach, sich mit dem Thema Nahversorgung auseinander zu setzen. Wir greifen das Thema gerne auf, da es für die zukünftige Entwicklung und Attraktivität des Landkreises und seiner Kommunen von essentieller Bedeutung ist“, so Landrat Töpper.

Unter der Moderation von Dorte Meyer-Marquart wurde sehr schnell deutlich, dass das Schweinfurter Land eine sehr heterogene Versorgungssituation mit Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs aufweist. Mit dem teilweisen Rückzug dieser Einrichtungen aus der Fläche ist vielfach auch ein wichtiger und zentraler sozialer Ort und Treffpunkt verloren gegangen.

Zugleich nimmt in den stadtnahen Kommunen und Zentralorten das Angebot insbesondere in Form von Discountern zu. Anhand des Praxisbeispiels des Dorfladens Wollersheim in der Leader-Region Eifel stellte Magdalena Prinz-Falter den Lösungsansatz der Dorfgemeinschaft Wollersheim vor, bei dem die Nahversorgung mit einem kommunikativen Ort verbunden wird.

Im Zuge der Diskussion wurde auch deutlich, dass die Themen Erreichbarkeit und Mobilität für die nicht automobile Bevölkerung, d. h. insbesondere für Jugendliche und Ältere, zunehmend zu einem Problem werden. Auch hierzu wurde im Rahmen des Workshops ein Fallbeispiel präsentiert.

Ulla Corzelius von der Dörfergemeinschaft am Thürne e. V. stellte das Car-Sharing-Modell und den Seniorenfahrdienst „Am Thürne“ aus der Eifel vor. Stefan Kämper von der Deutschen Vernetzungsstelle hatte diese beiden Beispiele stellvertretend für viele Initiativen und Ansätze zur Verbesserung der Nahversorgung ausgewählt, um einen Impuls zu geben und Lösungsansätze anzubieten.

Anhand der Beispiele wurde anschaulich, dass Verbesserungen häufig nur über bürgerschaftliches Engagement erzielt werden und Lösungen individuell und kreativ für die jeweilige Situation auszuarbeiten sind, d. h. dem tatsächlichen Bedarf entsprechen sollten, um auch die örtliche Akzeptanz zu erzielen.

Der Workshop machte deutlich, dass gegenwärtig die Grundversorgung im Schweinfurter Land dank der Unterstützung von Familie und Nachbarn auch für die weniger mobilen Personen wohl noch funktioniere, jedoch auf Grund des fortschreitenden demografischen Wandels künftig Lösungen zu entwickeln seien. Stichpunkte, die genannt wurden, sind mobile Angebotslösungen wie z. B. ein rollender Supermarkt, die Organisation von Bring- und Lieferdiensten oder die Koordination mobiler Versorger und Anbieter zu einer „Marktstunde“.

Einigkeit bestand bei den Teilnehmenden, dass zunächst eine Bestandsaufnahme der Versorgungssituation im Schweinfurter Land erforderlich sei, um die Verfügbarkeit und Erreichbarkeit und hierzu resultierende Lücken der Nahversorgung zu analysieren. Auch wurde der Wunsch geäußert, angepasste und flexible Formen und Lösungen für den öffentlichen Personennahverkehr zu entwickeln.

Bilder (Landratsamt Schweinfurt): Eindrücke vom Workshop in den Gaden in Geldersheim.

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