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Untere Naturschutzbehörde des Landkreises führt Maßnahmen zum Schutz hochgefährdeter Tierarten durch

vom 30.12.2025 - 09:12 Uhr

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Landkreis Bad Kissingen: Die Rote Liste wird mittlerweile fast weltweit geführt, um zu dokumentieren, welche Tier- und Pflanzenarten besonders gefährdet sind. Einige Tierarten auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere Bayerns sind vielen bekannt. Darunter zum Beispiel der Fischotter, die Wildkatze, die Mehlschwalbe oder das Rebhuhn. Andere Arten, wie der Fetthennen-Bläuling, das Bergkronwicken-Widderchen (auch bekannt unter dem Name Glückswidderchen) oder der Schwarze Apollo sind weniger geläufig. Doch diese Schmetterlingsarten stehen ebenfalls auf der Roten Liste. Um ihr Fortbestehen im Landkreis zu unterstützen, hat die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Landkreises Bad Kissingen in diesem Herbst auf einer Fläche von 1,35 Hektar acht Maßnahmen unter anderem für die genannten Schmetterlingsarten, aber auch für weitere hochgefährdete Tierarten, durchgeführt. 

Viele Arten erfüllen eine ganz spezielle Funktion im Ökosystem, die nicht einfach von einer anderen Art übernommen werden kann. So bestäuben manche Schmetterlinge nur bestimmte Pflanzen, die ohne die Bestäuber seltener werden oder selbst aussterben. Die Schmetterlingsraupen dienen anderen Tieren, zum Beispiel Vögeln, als Nahrung. Das Aussterben einer Art, auch wenn es sich nur um einen Schmetterling handelt, führt zu einer Kettenreaktion im Ökosystem. 

Um den Lebensraum von besonders gefährdeten Tier- und Pflanzenarten zu erhalten, setzt die Untere Naturschutzbehörde regelmäßig Maßnahmen um. So hat die UNB beispielsweise eine Trockenmauer für den Fetthennen-Bläuling freigestellt. Die Raupen des extrem seltenen Falters fressen ausschließlich an der Pflanzenart „Große Fetthenne“. Bei der Maßnahme wurden die Pflanzen der Großen Fetthenne an der Trockenmauer von anderem Aufwuchs, wie kleinen Gehölzen freigestellt, um so das Vorkommen des Fetthennen-Bläulings an diesem Standort zu sichern. 

Für den selten gewordenen Kreuzenzian-Ameisenbläuling wurden Standorte entbuscht und eine Waldlichtung mit Vorkommen des seltenen Kreuzenzians freigemäht. Das Besondere an dieser Art ist, dass sich die Larve, durch ihren Geruch getarnt, in einen Ameisenbau tragen lässt und dort von den Ameisen versorgt wird. Erst als Schmetterling verlässt sie die Ameisen wieder. Um mit der Maßnahme keinen Schaden an dem sensiblen Lebensraum anzurichten, wurde von Hand gemäht und dabei die für den Schmetterling essenziell wichtigen Ameisenhügel geschont. 

Der Schwarze Apollo, eine weitere Schmetterlingsart, lebt nur an Waldrändern und Heckensäumen. Aufgrund des Verlustes seines Lebensraumes ist er mittlerweile sehr selten geworden. Um die Population im Landkreis zu stärken, hat die UNB bei Oberbach eine verbrachte Wiese gemäht, damit dort wieder eine größere Blumenvielfalt blüht, die der Schwarze Apollo dann als Nahrungsquelle während seiner Flugzeit im Juni nutzen kann. Die Maßnahmen der UNB waren räumlich im ganzen Landkreis verteilt und wurden unter anderem in Poppenlauer, Hammelburg, Rottershausen und Ramsthal durchgeführt. Zu erreichen dazu ist Biodiversitätsberater Matthias Franz von der UNB unter 0971 – 8014085 oder per Mail: matthias.franz@kg.de. 

Foto: Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises hat verschiedene Maßnahmen zum Schutz hochgefährdeter Tierarten durchgeführt, zum Beispiel die Freistellung einer Trockenmauer für den Fetthennen-Bläuling. Fotos: Landkreis Bad Kissingen/Matthias Franz 

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