Würzburg-Schweinfurt: Was passiert, wenn ein mit Wasser gefüllter Eimer auf einem Podest platziert und die Wassermenge so lange erhöht wird, bis die Konstruktion zu Bruch geht? Genau das haben Architekturstudierende der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) im alljährlichen „Tragwerkstest“ vorgeführt.
In 17 Teams konzipierten die Zweitsemester Kragarme (auch: Kragträger oder Kragbalken) aus Dachlatten, mit dem Ziel, ebendiesen Wassereimer durch ein Hindernis zu manövrieren und ihn anschließend auf ein vier Meter hohes Podest zu stellen, bevor die Konstruktion aufgrund der stetigen Erhöhung der Wassermenge einstürzte.
Kreative Namen und beeindruckende Lösungen
Prof. Dr. Björn Freund, Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen, begleitete und moderierte den Wettbewerb. Unterstützt wurde er dabei von den Fakultätsmitarbeitenden Andreas Hack, Jens Pfennig, Carsten Schäfer und Matthias Schmidt. Die studentischen Teams sorgten mit humorvollen Namensgebungen der Konstruktionen wie etwa „Liebherr 3000“, „Tragobert“ oder „Schreckschrauben“ immer wieder für ein Schmunzeln der Zuschauenden, die in großer Anzahl erschienen und sich das Event nicht entgehen lassen wollten. Schließlich triumphierte das Team mit der Konstruktion „Stoßgebet“, welche das 1,2-fache ihres Eigengewichts tragen konnte. Trotz leichter Windböen bestanden schlussendlich alle 17 Teams den Test. Dieser sei nicht nur eine kreative Herausforderung, sondern auch eine wichtige Etappe vor der Prüfungszeit in wenigen Wochen gewesen.

Diese vier Meter hohe Holzkonstruktion war Mittelpunkt des Wettbewerbs von THWS-Architekturstudierenden im Rahmen des „Tragwerktests“ (Foto: THWS/Christina Rüttinger-Kirchner)








