Löffelsterz: Für den Ortsteil Löffelsterz ist es eine einzigartige Chance, das betonte Bürgermeister Stefan Rottmann. Schließlich sei es der Gemeinde gelungen sehr hohe Fördergelder für Maßnahmen der Barrierefreiheit und Energetische Verbesserungen am hiesigen Bürgerhaus zu sichern. Insgesamt kann die Gemeinde mit 261.000 Euro und einem Fördersatz von 90% rechnen.
Grundlage für das Tun und Handeln des Gemeinderats ist eine Grundsatzenscheidung jeweils eine öffentliche Immobilie pro Ortsteil im Eigentum zu halten und zu bewirtschaften. Der allgemein hohe Investitionsstau aus den vergangenen Jahrzehnten, insbesondere die großflächigen maroden Fensterfronten, fehlende bzw. ungenügende Dämmungen und die alte Ölheizung haben den Ausschlag für die Bewerbung um das so genannte Kommunalinvestitionsprogramm ergeben. Hoher Investitionsaufwand wurde auch im Abbau von Barrieren gesehen, weil das Gebäude im Innern verschiedene Ebenen und Treppenanlagen hat.
Um sich ein detailliertes Bild von den anstehenden Maßnahmen zu machen, lud Bürgermeister Stefan Rottmann die Gemeinderäte kurzerhand zu einer Ortsbegehung mit anschließender Sitzung ins Bürgerhaus ein. Erfreulicherweise sind auch viele Bürger gekommen und verfolgten gespannt den Verlauf der Sitzung.
Transparenz und Bürgerbeteiligung ist Bürgermeister und Gemeinderat gleichermaßen wichtig: Auch deswegen wurde die Bevölkerung frühzeitig im Juli zu einer Bürgerversammlung geladen und auch mit den Hauptnutzern der Immobilie intensive Gespräche geführt. Architekt Holger Philipp erläuterte die angedachten Maßnahmen, die für das Kommunalinvestitionsprogramm, kurz KIP, angemeldet wurden. Zwischenzeitlich geändert hat sich das Raumkonzept, das nochmals auf Wunsch der Nutzer optimiert und vom Gemeinderat gebilligt wurde. Dreh- und Angelpunkt ist der neue Haupteingang des Gebäudes, der barrierefrei unter anderem durch eine Rampe in das Erdgeschoss geführt wird. Ebenerdig befinden sich dort dann künftig auch die neuen Toiletten. Die vorhandene Küchenzeile und der Abstellraum müssen weichen und werden in die dann frei werdenden Räume im oberen Geschoss untergebracht. Eine moderne Pelletsheizung soll künftig für Wärme sorgen. Umfangreiche Dämmungen werden auf die Hausfassade angebracht und die Fenster komplett ausgetauscht.
Einziger Wehrmutstropfen ist allerdings, dass das Förderprogramm „KIP“ keine Zuschüsse für Feuerwehreinrichtungen vorsieht. So warb Bürgermeister Stefan Rottmann auch für eine ganzheitliche Lösung, da das Feuerwehrgerätehaus im Bürgerhaus untergebracht ist und dort ebenfalls bauliche Mängel aufweist, wie der Stellv. Kommandant Michael Memmel erklärt. „Das Gebäude muss funktional und optisch so durchdacht sein, dass nicht in absehbarer Zeit weitere bauliche Maßnahmen erfolgen müssen.“, so Rottmann. Auch der Garagenanbau und das ehemalige Lehrerwohnhaus passen nicht so recht zum Gebäudeensemble, stellten auch einige Gemeinderäte fest. Für das Wohnhaus soll ein Käufer gefunden werden, der das Gebäude bestenfalls restauriert – andernfalls muss über ein Abriss nachgedacht werden, so die Quintessenz.
In den weiteren Schritten und Überlegungen soll das Feuerwehrgerätehaus, sowie der Garagenanbau und das Lehrerwohnhaus weiterhin diskutiert werden: Entscheidungen wurden hierzu noch nicht getroffen.
Bis November soll hinsichtlich der barrierefreien und energetischen Maßnahmen ein detaillierter Antrag bei der Regierung von Unterfranken gestellt werden
Fotos: Gemeinde Schonungen











