Schweinfurt: Der Nachsommer Schweinfurt 2011 hat viele Besucher beglückt: Ob überraschendes Jazz-Club-Feeling beim Eröffnungskonzert oder Partylaune dank verrücktem Polka-Stilmix, ob A-Cappella oder Literatur-Performances – der Nachsommer Schweinfurt ist immer für Überraschungen gut und stand auch in seiner 12. Festivalsaison für genreüberschreitende musikalische Vielfalt an außergewöhnlichen Veranstaltungsorten. Ausverkaufte Konzerte bestätigen dieses Erfolgskonzept. Sowohl Publikum als auch Presse waren in diesem Jahr wieder voll des Lobes. Wer Pressestimmen nachlesen möchte, findet ausgewählte Rezensionen auf www.nachsommer.de.
Mit Till Brönner und seinen jungen, überaus talentierten Jazz-Kollegen wurde der diesjährige Nachsommer im Konferenzzentrum eröffnet. Das Publikum erwartete gleich zu Beginn eine Überaschung, so präsentierten die Künstler statt bekannten Stücken und Gesang unerwartet eine erstklassige Jazz-Session. Bei den meisten Besuchern kam es gut an, wie Stimmen zeigen: „Till Brönner + Band in Bestform!“ – „Improvisation pur und musikalisches Können auf höchstem Niveau“. Im Festivalprogramm folgte atemberaubende Percussion der Band Drums United, die Künstler und deren Trommeln aus vier Kontinenten in einem spektakulären Bühnen-Programm vereint. Beeindruckend ging es weiter mit der preisgekrönten A-Cappella-Formation Stouxingers, die die Schweinfurter zum Mitsingen animierte. Ebendies gelang auch dem Frauen-Ensemble Salut Salon, deren Show vor Witz nur so sprühte. Der Schauspieler Rufus Beck, bekannt als Hörbuchstimme des Harry Potter, entführte im diesjährigen Kinderprogramm die Besucher mit Witz und Fantasie ins Weltall. Da wurde die Ernst-Sachs-Straße zur Milchstraße, die SKF Halle 410 zum Space Shuttle. Den Kindern hat es gefallen, den Eltern ebenso. Die zehn Musiker der Blassportgruppe Südwest ließen mit ihrem Bläsersound die Halle 410 beben und brachte damit das Schweinfurter Publikum zum Tanzen. Ein stimmungsvolles Programm präsentierte Reinhardt Repkes Club der toten Dichter, der auf wundersame Weise Texte von Rainer Maria Rilke zum Leben erweckte und das Publikum in seinen Bann zog. Dank der hochrangigen Besetzung, u.a. mit Rainbirds-Sängerin Katharina Franck, war dieser Abend nicht nur literarisch, sondern vor allem musikalisch ein außergewöhnlicher Genuss. Mit Begeisterung tanzten Jung und Alt weiter und zeigten wahres Durchhaltevermögen bis zur letzten Zugabe der Berliner Band Polkaholix, die ihren gutgelaunten Musikstilmix zum Besten gab. Die Sängerin China Moses beschloss in Begleitung des Pianisten Raphael Lemonnier in einem authentischen Blues- und Jazzkonzert in der Kunsthalle das diesjährige Nachsommer-Programm, welches mit Riesenapplaus und Standing Ovations endete.
Foto: László Ruppert








