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Kooperationsprojekt „TechConnect“: Ausbau deutsch-indischer Hochschulpartnerschaft gestartet

vom 23.07.2026 - 15:07 Uhr

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Würzburg-Schweinfurt: Mit dem neuen Projekt „TechConnect“ intensiviert die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) ihre langjährige Partnerschaft mit dem renommierten RV College of Engineering (RVCE) im indischen Bangalore. Gefördert durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), etablieren die Partner neue Strukturen für internationales Hochschulmanagement am RVCE, initiieren ein deutsch-indisches MINT-Forschungsnetzwerk und erweitern die bestehende Alumni-Arbeit.

„Damit verankert die Hochschule ihre Präsenz im ,Silicon Valley Indiensʼ, das sich als eines der größten Technologie- und Start-up-Zentren im asiatisch-pazifischen Raum etabliert hat, noch tiefer“, so Manuel Glattbach, Projektkoordinator und Leitung des Bereichs internationale Hochschulkooperationen an der THWS.

Über zehn Jahre Erfolgsgeschichte: Ausbau einer bewährten Partnerschaft

Die THWS und das RVCE verbindet eine tief verwurzelte, bereits seit 2014 bestehende strategische Partnerschaft. Herzstück der Kooperation ist ein einjähriges Vorbereitungsprogramm in Indien, das junge Talente fachlich und sprachlich auf die englischsprachigen TWIN-Bachelorstudiengänge – also bilinguale, inhaltsgleiche Lehrangebote – in Unterfranken vorbereitet. Ein Modell, das Früchte trägt und stetig wächst: Im vergangenen Jahr verzeichnete die THWS einen Anteil von über 25 Prozent internationaler Studierender, wobei Indien eines der am stärksten vertretenen Herkunftsländer darstellt. Über die bewährte Zusammenarbeit in der Lehre hinaus wird die Partnerschaft durch TechConnect nun konsequent auf die angewandte Forschung sowie eine modernisierte, wirtschaftsnahe Alumni-Arbeit ausgeweitet.

„Mit TechConnect bauen wir unsere Kooperation mit einer indischen Innovationshochburg weiter aus und stellen uns damit zukunftsfähig auf“, erklärt Prof. Dr. Achim Förster, THWS-Vizepräsident für Internationalisierung und Lehre. „Das Projekt schafft die tiefgreifenden Strukturen, die es braucht, um künftig auch in der angewandten Forschung eng zusammenzuarbeiten und eine dauerhafte Brücke für den Wissens- und Technologietransfer zu bauen.“

Zentrale Säulen für nachhaltigen Strukturaufbau

Durch einen integrierten Ansatz verbindet TechConnect das internationale Hochschulmanagement eng mit angewandter Forschung und Alumni-Arbeit, um nachhaltige Strukturen und Kompetenzen sowohl auf deutscher als auch auf indischer Seite aufzubauen. Die Konzeption gliedert sich in drei zentrale Säulen:

  • Kapazitätsaufbau in der Hochschulinternationalisierung:

In einem ko-kreativen Prozess wird der Aufbau eines eigenen International Office (IO) direkt am RVCE in Bangalore initiiert, um den Professionalisierungsgrad der Koordination der Zusammenarbeit weiter zu erhöhen.

  • Aufbau eines deutsch-indischen Forschungsnetzwerks:

Es wird ein Netzwerk für angewandte Forschung initiiert, das Forschende beider Hochschulen durch Matchmaking-Formate und eine Forschungskonferenz zusammenbringt, um Kooperationen in zukunftsrelevanten Feldern zu fördern.

  • Weiterentwicklung des THWS Alumni Board India:

Das bereits bestehende THWS-Alumni-Netzwerk in Indien wird um eine Plattform für den Wissensaustausch von Ehemaligen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Klimaschutz ergänzt und soll auch Industriepartner, zum Beispiel Hitachi Energy, aktiv einbinden.

„Mit TechConnect heben wir die strategische Partnerschaft mit dem RVCE auf ein neues Niveau und entwickeln die Kooperation ganzheitlich weiter“, betont Manuel Glattbach. „Dieses Projekt ist für uns weit mehr als eine Einzelmaßnahme – es fungiert als flankierender Wegbereiter für unsere internationalen Großprojekte wie THWS.Global und schließt perfekt an die Erfolge früherer Projekte wie THWS World TWIN an.“

Ein strategisches Ökosystem für die Region Mainfranken

Als strategisches Ökosystem konzipiert, verzahnt TechConnect die regionalen wirtschaftlichen Bedarfe in Mainfranken eng mit einem der dynamischsten Innovationsräume in Indien. Indem das Programm die wechselseitige MINT-Forschung stärkt und die strukturellen Rahmenbedingungen für internationale Talente optimiert, leistet es einen messbaren Beitrag zur langfristigen Sicherung von Spitzenkräften für die mainfränkische Wirtschaft. Außerdem verbindet es die Region direkt mit globaler Spitzenforschung. Das Vorhaben baut dabei auf ein starkes Netzwerk aus ansässigen unterfränkischen Partnerunternehmen, das Bayerisch-Indische Zentrum und die bayerische Auslandrepräsentanz vor Ort auf.

Titelfoto: Delegationsbesuch in Bangalore, Indien (v. li..): Nikhil A. Murthy, THWS-Vizepräsident Prof. Dr. Achim Förster, THWS-Präsident Prof. Dr. Jean Meyer, RVCE-Direktor Prof. Dr. K. N. Subramanya, THWS-Leitung Internationale Hochschulkooperationen Manuel Glattbach und RVCE-Dekan Globale Partnerschaften Prof. Dr. Nataraj J. R. (Foto: THWS/Lucia Miserre)

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