Der so genannte Kellermann-Bildstock ist zweifelsohne ein Denkmal mit reichem geschichtlichem Hintergrund, doch bis 1999 nahm man kaum von ihm Notiz. Zuvor stand er am südlichen Rand des Parks von Schloß Mainberg in einem Wäldchen und war dem Verfall preisgegeben. Erst durch die großzügige Initiative der Blaskapelle Mainberg wurde er von Grund auf restauriert und in den Ortskern versetzt. Im vielfrequentierten Kreuzungsbereich Grundstraße/Schloßparkstraße neben dem Spielplatz wurde er damals zentral und für jedermann einsehbar versetzt.
Über 6.000 Euro kostete die Restauration und das Versetzen des Kellermann-Bildstocks: Die Gemeinde Schonungen ist der Blaskapelle noch heute zu großem Dank verpflichtet, lobte Bürgermeister Stefan Rottmann das Engagement der Musiker.
Der Bildstock ist auf das Jahr 1700 datiert und besteht aus einem Sockel, Säule und Aufsatz aus rotem Sandstein. Im Aufsatzunterteil der Rückseite ist eine Inschrift versehen mit dem Namensgeber des Denkmals. Darüber ein Relief der Kreuzigung mit zwei Assistenzfiguren. Auf der Rückseite eine Darstellung der siebenköpfigen, betenden Stifterfamilien, der darüberstehenden Jahreszahl „1700“.
Steinrestaurator und Künstler Petro Schiller stuft das Denkmal aufgrund der geschichtlichen Bedeutung und des Alters als äußerst wertvoll und erhaltenswert ein. Auch deswegen hat sich die Blaskapelle Mainberg dazu entschlossen, nach gut 15 Jahren eine Grundreinigung zu finanzieren um die Lebensdauer des Bildstocks zu erhöhen. Dazu gehörte eine Trockenreinigung, kleinere Reparaturmaßnahmen und Durchführung von leichten Rissschließungen. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf 586,08 Euro, die von der Blaskapelle komplett als Spende getragen wurde. Bürgermeister Stefan Rottmann bedankte sich bei Thomas Horling für die finanzielle Unterstützung.
Das Foto zeigt von links Steinrestaurator Petro Schiller, Bürgermeister Stefan Rottmann und Thomas Horling von der Blaskapelle Mainberg.








