Unterfranken: Alle Hände voll zu tun hatten die unterfränkischen Ordnungshüter in den frühen Morgenstunden des Dreikönigstages, als von Westen her eine Warmfront jede Menge Dauerregen mitbrachte. Auf allen Fahrbahnen bildete sich sofort eine Glatteisschicht, die vor allem auf den Nebenstrecken abseits der Autobahnen für extreme Behinderungen sorgte.
So mancher kam mit seinem fahrbaren Untersatz von der Strecke ab, rutschte in den Gegenverkehr, gegen Leitplanken und Häuser oder auf den Vordermann oder kam einfach wegen der Glätte nicht mehr weiter.
Im Bereich des Polizeipräsidiums Unterfranken ereigneten sich zwischen 04.00 und 08.00 Uhr cirka 70 Verkehrsunfälle, davon acht mit Verletzten; schwerer verletzt wurde Gott sei Dank niemand. Auch die Abschleppdienste gerieten aufgrund der erhöhten Auftragslage an ihre Grenzen, denn teilweise waren ihre Kapazitäten einfach erschöpft oder sie konnten wegen der Glätte die Unfallstellen selbst nicht anfahren. So mussten Feuerwehr und THW bei der einen oder anderen Unfallstelle eingesetzt werden, um die Autos wegzuschleppen bzw. die Fahrbahn wieder frei zu bekommen.
Schwerpunkte lagen im Bereich der Autobahn A 3 und A 7 rund um Würzburg und im Bereich Schweinfurt, sowie in Würzburg im Bereich der B 19 bei Estenfeld. Seit 08.30 Uhr entspannte sich die Lage zusehends. Zumindest auf den Autobahnen wich das Eis dem Wasser, auf den Nebenstrecken kommt es jedoch immer noch zu Behinderungen.
Die Streudienste sind permanent unterwegs und tun ihr Möglichstes, um der Lage Herr zu werden, doch auch sie können nicht gleichzeitig überall ihren Dienst versehen. Von unnötigen Fahrten wird dringend abgeraten, genauso gefährlich erscheinen lange Fußmärsche und Spaziergänge. Auch hier sollte man sich auf das Notwendige beschränken; dies gilt vor allen Dingen für ältere Fußgänger, die sich erfahrungsgemäß bei dieser Witterung ohnehin schwerer tun und nicht zuletzt für Personen, die auf Gehhilfen angewiesen sind.







