Schwebheim: Nach den bisherigen Erkenntnissen der Schweinfurter Polizei war ein 23-jähriger Volvofahrer auf der B 286 aus bislang ungeklärtem Grund auf die Gegenfahrbahn geraten.
Ein entgegenkommender Lkw mit Anhänger, dessen Zugmaschine mit heißem Teer beladen war, konnte dem Pkw noch ausweichen, geriet aber auf den Seitenstreifen und kam ins Schleudern. Anschließend prallte die Zugmaschine gegen einen VW Golf, der als drittes Fahrzeug hinter dem Volvo in Richtung Schweinfurt fuhr und kippte um. Dabei wurden drei junge Leute im Alter zwischen 17 und 20 Jahren getötet.
Für die 19-jährige Golf-Fahrerin und ihre 17-jährige Mitfahrerin, die beide aus dem Landkreis Schweinfurt stammen, sowie einen 20-Jährigen aus dem Landkreis Kitzingen kam jede Hilfe zu spät. Die drei Jahre ältere Schwester der 17-Jährigen überlebte den schrecklichen Unfall schwerverletzt. Der 63-jährige Fahrer des Teerlasters erlitt ebenfalls schwere Verletzungen. Beide wurden von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht.
Der Volvo kollidierte schließlich mit einem zweiten Teerlaster mit Anhänger, der hinter dem ersten in Richtung Gerolzhofen unterwegs war. Dabei erlitten der Fahrer des Volvo sowie sein 45-jähriger Beifahrer schwere Verletzungen. Die beiden hinten sitzenden Männer wurden leicht verletzt. Der 32-jährige Lkw-Fahrer kam genauso wie ein Skodafahrer, der hinter dem Volvo fuhr, mit dem Schrecken davon. Der entstandene Sachschaden dürfte nach ersten Schätzungen der Polizei ca. 120.000 Euro betragen.
Die Bergung der beiden Unfall-Lkw ist derzeit in vollem Gange. Der umgestürzte Teerlaster soll mit einem Kran angehoben und aufgestellt werden. Schwierig gestalten sich jedoch die Reinigungsarbeiten an der Unfallstelle. Durch das Umstürzen des beladenen Teerlasters sind größere Mengen von ca. 160 Grad heißem Teer auf die Fahrbahn gelaufen. Die Straßenmeisterei kümmert sich derzeit um die Reinigungsarbeiten.
Die B 286 bleibt wegen der andauernden Bergungsarbeiten voraussichtlich bis zum späten Nachmittag in beide Richtungen total gesperrt. Für Autofahrer sind Umleitungsstrecken ausgewiesen. Ortskundige werden gebeten, den Bereich großräumig zu umfahren.








