Grafenrheinfeld: Der Ausschuss für Bildung und Kultur des Landkreises Schweinfurt hat in seiner Sitzung im Februar dieses Jahres einstimmig der Förderung des Kinderzirkus „Rafeldinio“ in Grafenrheinfeld zugestimmt. Das Caritas Jugendhilfezentrum Maria Schutz, Träger des Projekts, und der Förderkreis Jugendhilfezentrum Maria Schutz e.V. hatten im vergangenen Dezember einen Förderantrag im Rahmen der Sonderförderung Kultur des Landkreises gestellt, die mit Ende des Jahres 2025 auslief.
Die Förderung in Höhe von 5.000 Euro wurde als Unterstützung über den Baustein 1 der Sonderförderung Kultur 2022-2025 – bauliche/technische Maßnahmen – bewilligt und wird in die Beschaffung einer neuen Zeltplane für das Zirkuszelt fließen. Für die neue Zeltplane fallen Nettogesamtkosten in Höhe von rund 50.000 Euro an. Die Höhe der Zuwendung beträgt laut Richtlinien bis zu 20 Prozent der als zuwendungsfähig anerkannten Gesamtkosten, maximal jedoch 5.000 Euro. Damit erhält das Projekt die höchst mögliche Summe aus dem Fördertopf.
Landrat Florian Töpper übergab nun den Förderbescheid für die neue Zeltplane offiziell an Stefanie Kimmel, Leiterin des Jugendhilfezentrums Maria Schutz. „Der Kinderzirkus Rafeldinio ist seit vielen Jahren ein wichtiges Kulturprojekt für junge Menschen in unserem Landkreis. Er verfügt über eine hohe Strahlkraft in die gesamte Region und steht in herausragender Weise für gesellschaftliche Teilhabe durch gelebte Inklusion“, sagte Töpper. Dass die Förderung von kultureller Bildung im Landkreis einen hohen Stellenwert habe, zeige auch die seit Beginn dieses Jahres laufende und vom Ausschuss für Bildung und Kultur einstimmig beschlossene Richtlinie „K29 at school“, mit der kulturelle Projekte an weiterführenden Schulen gefördert werden sollen.
Stefanie Kimmel freut sich sehr über die Unterstützung durch den Landkreis und bedankte sich bei der Übergabe des Förderbescheids beim Kulturausschuss. Zusätzlich haben zahlreiche Spenden und Benefiz-Veranstaltungen das Projekt vorangebracht.
Der Kinderzirkus „Rafeldinio“ ist seit über zehn Jahren fester Bestandteil des Alltags im Jugendhilfezentrum Maria Schutz und die Zirkuspädagogik eine wichtige Säule des Heimkonzepts. In dem inklusiven Freizeit- und Bildungsprojekt haben Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung die Möglichkeit zur Teilnahme an Zirkus-, Musik- und Bewegungskursen verschiedenster Disziplinen. Je nach Interesse werden unter fachpädagogischer Anleitung Boden- und Luftakrobatik sowie Gleichgewichtskünste trainiert, Clownerie ausprobiert oder hinter den Kulissen Kostüme geschneidert, Lichttechnik und Maskenbild entdeckt. Immer gestärkt werden dabei soziale Kompetenzen, motorische Fähigkeiten und das Selbstvertrauen der jungen Artistinnen und Artisten. 2018 wurde das Projekt dafür mit dem unterfränkischen Inklusionspreis ausgezeichnet.
Nach über zehn Jahren und unzähligen Proben und Aufführungen ist laut Stefanie Kimmel die Anschaffung einer neuen Zeltplane für das Zirkuszelt eine nicht länger aufzuschiebende Notwendigkeit: Witterungsbedingte Schäden, Verschleißerscheinungen, poröse Verknüpfungen und Risse in der Zeltplane lassen die neue, rund 600 Quadratmeter große Zeltplane mit Sattelgang für den Eingang dringend erwarten.
Ausführliche Informationen zu den Kulturfördermöglichkeiten des Landkreises Schweinfurt finden Interessierte unter: www.landkreis-schweinfurt.de/kultur.
Bild: Landrat Florian Töpper (rechts) und Kulturmanagerin Susanna Bauernfeind (links) haben einen Förderbescheid in Höhe von 5.000 Euro aus der Sonderförderung Kultur an Stefanie Kimmel, Leiterin des Jugendhilfezentrums Maria Schutz, übergeben. Damit soll eine neue Zeltplane für das Zirkuszelt (im Hintergrund) mitfinanziert werden. Foto: Andreas Lösch/lrasw








