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Zoll-SW: Jahresbilanz 2025 der Finanzkontrolle Schwarzarbeit

vom 20.02.2026 - 10:02 Uhr

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Bamberg / Schweinfurt / Würzburg (ots):- Mehr als 9.000 Personen überprüft /
Signifikanter Anstieg bei verhängten Geldstrafen und abgeschlossenen
Mindestlohn-Verstößen

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Schweinfurt blickt auf
ein einsatz- und erfolgreiches Jahr 2025 zurück. An den Standorten Bamberg,
Schweinfurt und Würzburg setzten die Zöllnerinnen und Zöllner auch im
vergangenen Jahr wieder ein klares Zeichen für fairen Wettbewerb und soziale
Gerechtigkeit in der Region. Zentraler Baustein dieser Erfolgsbilanz war und ist
eine erhöhte Präsenz des Zolls in der Fläche:

So führten die Beamtinnen und Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) im
Jahr 2025 insgesamt 677 Arbeitgeberprüfungen durch, was einer deutlichen
Steigerung gegenüber den 538 Prüfungen im Jahr 2024 entspricht. Im Zuge dieser
Kontrollen wurden 9.154 Personen direkt vor Ort an ihren Arbeitsplätzen zu ihren
Beschäftigungsverhältnissen befragt. Damit konnte die Anzahl der
Personenüberprüfungen im Vergleich zum Vorjahr (7.665 Personen) um fast 20
Prozent gesteigert werden.

Auch die Ermittlungsarbeit zeigt eine klar positive Tendenz. Im abgelaufenen
Jahr wurden 2.346 Strafverfahren eingeleitet und insgesamt 2.202 Verfahren
erfolgreich abgeschlossen. Damit übertraf das Hauptzollamt Schweinfurt den Wert
der erledigten Verfahren aus dem Jahr 2024 (1.922) spürbar. Besonders deutlich
spiegelt sich die konsequente Verfolgung von Rechtsverstößen in den verhängten
Sanktionen wider: Die Summe der durch Gerichte erwirkten Geldstrafen stieg auf
insgesamt 1.223.750 Euro an. Dies stellt einen massiven Zuwachs gegenüber dem
Vorjahreswert von rund 824.000 Euro dar. Parallel dazu verhängten die Gerichte
Freiheitsstrafen in einem Gesamtumfang von 455 Monaten (37,9 Jahre).

Ein weiterer Schwerpunkt lag im Jahr 2025 erneut auf der Überprüfung der
Mindestarbeitsbedingungen, wie u.a. der Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns.
Hier gelang es der FKS, die Anzahl der abgeschlossenen
Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Mindestlohnverstößen von 127 im Vorjahr auf
nunmehr 201 Fälle zu steigern. Zudem wurden 123 neue
Ordnungswidrigkeitenverfahren aufgrund von Verstößen gegen die
Mindestentgeltvorschriften eingeleitet. Insgesamt deckten die Ermittler des
Zolls im Rahmen ihrer Prüfungen eine Schadenssumme an vorenthaltenen oder
veruntreuten Sozialversicherungsbeiträgen in Höhe von fast 8 Millionen Euro auf.

„Die Bilanz zeigt: Wir halten den Kontrolldruck hoch und gehen konsequent gegen
illegale Beschäftigung vor. Mein ausdrücklicher Dank gilt den Zöllnerinnen und
Zöllnern der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, die mit ihrer engagierten und
professionellen Arbeit jeden Tag für faire Arbeits- und Wettbewerbsbedingungen
in unserer Region sorgen. Mit diesem Einsatz schützen wir die ehrlichen Betriebe
vor Wettbewerbsverzerrung und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zur
Sicherung unserer Sozialsysteme“, resümiert Regierungsdirektorin Franziska
Schubert, Leiterin des Hauptzollamts Schweinfurt.

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