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Südkoreanisches Fernseh-Team besichtigt Wälzlager-Labore am THWS-Standort Schweinfurt

vom 13.02.2026 - 13:02 Uhr

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Schweinfurt: MBC Munhwa Broadcasting Corporation hat sich über Lehre und Forschung zum Thema Wälzlagertechnik informiert. Einen Tag lang begleiteten sie Prof. Dr. Stephan Sommer, der an der THWS das Thema Wälzlager betreut, und filmten weitere Lehrende und Studierende.

„Schweinfurt ist ja weltweit bekannt als die Kugellager-Stadt“, erklärt Prof. Dr. Sommer das Interesse der koreanischen Besucher. Auch wenn es genau genommen ‚Wälzlager-Stadt‘ heißen müsse, so Prof. Dr. Sommer. Wälzlager kommen überall dort zum Einsatz, wo sich etwas bewegt und Kraft übertragen werden soll – in Auto und Fahrrad ebenso wie in einer Windkraftanlage. Schon den Kelten wird der Einsatz von Zylinderrollenlagern an ihren Streitwagen nachgesagt.

Schweinfurt – Zentrum für Wälzlager

Aber für den industriellen Einsatz von Wälzlagern brauchte es eine Erfindung aus Schweinfurt: 1883 baute Friedrich Fischer die erste Kugelschleifmaschine – damit war der Weg frei, um im großen Maßstab zuverlässig runde Stahlkugeln herstellen zu können. Mit der Gründung der Firmen Kugelfischer, Fries & Höpflinger sowie Fichtel & Sachs wurde Schweinfurt zum Zentrum der deutschen ebenso wie der europäischen Wälzlagerindustrie.

Prof. Dr. Sommer verdeutlicht, welchen Einfluss dies auch heute noch hat: „Wälzlager sind der Region in die Wiege gelegt worden – mittlerweile beschäftigt sich schon die 5. oder 6. Generation damit: Im 100-Kilometer-Umkreis rund um Schweinfurt gibt es an die 100.000 Jobs in der Wälzlagersparte.“ Die hiesigen Unternehmen könnten zwar nicht mit den Preisen der chinesischen Konkurrenz mithalten, beim Wettbewerb um die beste Ingenieurleistung aber durchaus. Außerdem seien Wälzlager nach wie vor sehr wichtig für viele Industriezweige: So werden bei Elektroantrieben mehr Wälzlager verbaut als bei Verbrenner-Motoren, auch durch den vermehrten Einsatz von Robotern steige der Bedarf an Wälzlagern langfristig. Er selbst sei schon seit seiner Kindheit von Wälzlagern fasziniert gewesen, erzählt Prof. Dr. Sommer.

Wälzlager-Wissen weitergeben

Sein Fachwissen an Studierende ebenso wie an Firmen weiterzugeben, ist für Prof. Dr. Sommer eine wichtige Aufgabe. Er arbeitet gemeinsam mit fünf wissenschaftlichen Mitarbeitenden in den Laboren der Fakultät Maschinenbau, außerdem beschäftigt er meist ebenso viele studentische Hilfskräfte – „sie unterstützen die wissenschaftlichen Mitarbeitenden und schreiben dann auch meist bei uns ihre Bachelorarbeit“.

Masterstudent Christian Hufnagel (li.) präsentiert den koreanischen Besuchern die Konstruktion eines Stirnradgetriebes für Windräder – ein Kooperationsprojekt mit den Industriepartnern SKF GmbH und Schaeffler Technologies GmbH & Co. KG (Foto: THWS/Eva Kaupp)

Über die Fakultät Maschinenbau

Die Fakultät Maschinenbau am Standort Schweinfurt der THWS bietet die Bachelorstudiengänge Maschinenbau bzw. Mechanical Engineering sowie Mechatronik bzw. Mechatronics an, außerdem Wasserstoff- und Verfahrenstechnik sowie den transnationalen Bachelorstudiengang Hydrogen Technology in Kooperation mit der German Jordanian University (GJU) in Amman, Jordanien. Zusätzlich gibt es den Masterstudiengang Produkt- und Systementwicklung. Mehr als 30 Professorinnen und Professoren lehren und forschen an der Fakultät Maschinenbau, unterstützt von rund 40 Mitarbeitenden aus Verwaltung und Technik.

Über die THWS

Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht seit ihrer Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte Forschung. Mit rund 9.100 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot von mehr als 60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die THWS ein weites Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Die THWS ist nicht nur regional in Franken und Bayern verwurzelt, sondern auch stark international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und Austauschprogrammen weltweit und nicht zuletzt in einem vielseitigen englischsprachigen Studienangebot widerspiegelt.

Titelbild: Wissenschaftlicher Mitarbeiter Dominik Stephan (3. v. re.) und Prof. Dr.-Ing. Stephan Sommer (li.) zeigen dem koreanischen Fernseh-Team die zerstörungsfreie Prüfanlage, in der Wälzlager getestet werden (Foto: THWS/Eva Kaupp)

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