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Für ehrenamtliches Engagement in der Sterbebegleitung: Ilona Schneider mit dem Ehrenpreis des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes ausgezeichnet

vom 31.01.2026 - 14:01 Uhr

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Unterfranken/Berlin. Für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement in der Hospiz- und Trauerbegleitung wurde Ilona Schneider aus Diebach bei Hammelburg als erste Malteserin bundesweit mit dem Ehrenpreis des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands (DHPV) ausgezeichnet. Die Verleihung fand am Mittwoch, 28. Januar 2026, im Rahmen des Neujahrsempfangs des DHPV in Berlin statt.

Seit 15 Jahren begleitet Schneider sterbende und trauernde Menschen und ihre Angehörigen. Besonders am Herzen liegen ihr Menschen mit Behinderung sowie Menschen am Rand unserer Gesellschaft, für die sie sich mit großer Ausdauer und Einfühlungsvermögen einsetzt. „Hospizarbeit ist ohne das Ehrenamt nicht denkbar – keine Institution kann ersetzen, was ehrenamtlich engagierte Menschen leisten“, betonte Paul Herrlein, stellvertretender Vorsitzender des DHPV in seiner Laudatio. „Ilona Schneider verkörpert exemplarisch, dass Hospizarbeit gelebte Menschlichkeit ist. Ihr Engagement macht deutlich, dass es im Kern immer um eine Frage geht: Wie wollen wir als Gesellschaft mit dem Leben umgehen – auch dort, wo es zerbrechlich wird?“ Getragen von ihrem christlichen Glauben begleitet Ilona Schneider Menschen oft über Wochen und Monate hinweg. „Es geht darum, ganz da zu sein, zu spüren, was der Mensch gerade in diesem Moment braucht“, so die ehrenamtliche Malteserin. Die Sterbe und Trauerbegleitung sei immer geprägt von Nähe, Zeit und Respekt. Zuhören, Präsenz schenken, Spaziergänge in der Natur oder stille Momente vor einer Kerze in einer Kapelle: Für Ilona Schneider zählen die kleinen menschlichen Gesten, die große Wirkung entfalten.

Vorgeschlagen wurde Schneider von den Maltesern in Deutschland, wo sie sich in verschiedenen Arbeitsgruppen engagiert, um die Hospizarbeit noch weiterzuentwickeln. „Mitfühlen, aber nicht mitleiden“, beschreibt Georg Bischof, Diözesanreferent für die Hospiz- und Trauerarbeit in der Diözese Würzburg den Kern dieses Dienstes – eine Haltung, die Schneider über viele Jahre lebt und weitergibt: „empathisch, authentisch und im Team verankert“, so der Diözesanreferent.

Rund 350 ehrenamtliche Trauer- und Sterbebegleiterinnen und -begleiter sind in Unterfranken im Einsatz und setzen tagtäglich ein wichtiges Zeichen: den Menschen in seiner Würde zu sehen, bis zuletzt, und ihn nicht allein zu lassen – in den manchmal schwersten Momenten des Lebens.

(Photo:© DHPV / Ines Gabler)

Paul Herrlein, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands, übergibt Ilona Schneider den Ehrenpreis für ihr ehrenamtliches Engagement in der Sterbe- und Trauerbegleitung.

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