Schonungen: Auch Abersfeld, Waldsachsen und Forst werden durch die Telekom mit Glasfaser erschlossen. Die Gemeinde hat die Vergabe auf Basis des umfangreichen Auswertungsergebnisses durch das Fachbüro Dr. Först nun einstimmig beschlossen. In Summe hatte die Telekom das wirtschaftlichere Angebot unterbreitet und bei den Vergabekriterien die meisten Punkte erhalten. Bewertet wurden mit entsprechenden Gewichtungen das Technikkonzept, Servicekonzept, Endkundenpreise, zeitliche Verfügbarkeit, Erschließungsgrad und Zeitpunkt der Inbetriebnahme.
Wie berichtet, gab es im Rahmen der Markterkundung kein Telekommunikationsunternehmen, das die besagten Orte eigenwirtschaftlich ausgebaut hätte in den nächsten drei Jahren. Damit waren die Voraussetzungen erfüllt für das Breitbandförderprogramm. Die Gemeinde kann hier mit einer Höchstförderung von 90% Zuschuss rechnen, freut sich Bürgermeister Stefan Rottmann.
Für die Orte Marktsteinach und Hausen hat die Telekom schon im Vorfeld den eigenwirtschaftlichen Ausbau, auch im Hinblick auf die fehlende Mobilfunkanbindung, signalisiert. Der Beginn des Breitbandausbaus in Abersfeld, Waldsachsen, Forst, Hausen und Marktsteinach soll so schnell wie möglich beginnen. Entsprechende Haushaltsmittel hat die Gemeinde bereitgestellt, sodass nun Vereinbarungen geschlossen werden können. Die Telekom muss die Arbeiten dann entsprechend an ausführende Bauunternehmen vergeben und will den Ausbau möglichst in einem Jahr abgeschlossen haben. In Schonungen und Mainberg ist der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau durch die Telekom bereits abgeschlossen.
In Reichmannshausen, Löffelsterz und Rednershof hat das Telekommunikationsunternehmen FPS den eigenwirtschaftlichen Ausbau begonnen und will die Maßnahme noch heuer zügig zum Abschluss bringen. Durch die eigenwirtschaftlichen Ausbaupläne von FPS und Telekom, waren die besagten Orte vom Breitbandförderprogramm ausgeschlossen. Das bayerische Breitbandförderprogramm schafft damit Monopolstrukturen und eine unweigerliche Ungleichbehandlung der Ortsteile, die sich in den unterschiedlichen Vertragskonditionen niederschlagen und deswegen im Gemeinderat auf breite Ablehnung stößt.
Um sich weitere Ausbauoptionen offen zu halten und den Wettbewerb zu fördern, plant die Gemeinde im Zuge des Kanalbaus eine Leerrohrstrecke zwischen Löffelsterz und Marktsteinach. Außerdem soll der jeweilige eigenwirtschaftliche Ausbau durch die Gemeinde aufmerksam begleitet werden.
Fotos: Bisheriger Breitbandausbau der Telekom in Mainberg und Hausen wurde zwischenzeitlich abgeschlossen.








