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KKW Grafenrheinfeld: Kreis-SPD sieht Beginn einer Kampagne für längere Laufzeit

vom 08.04.2012 - 19:04 Uhr

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Landkreis Schweinfurt: Der Vorstand der SPD im Landkreis nimmt anlässlich seiner jüngsten Sitzung in einer Pressemitteilung Stellung zu den Rekordmeldungen der e-on zur Leistungsbilanz des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld.

„Die Verlautbarung und die in ihr enthaltene Botschaft, dass ohne Atomkraft der Wirtschaftsstandort Bayern und der Anspruch der Bürger auf bezahlbare Energie gefährdet sei, zeigt, dass ein Jahr nach Fukushima längst nicht alle ihren Frieden mit der Energiewende gemacht haben“, so der stellvertretende Kreisvorsitzende Florian Töpper.

Er sieht einen Zusammenhang mit dem steten „Ja ,aber“ zum Atomausstieg, das vor allem von CSU-Vertretern derzeit zu vernehmen sei. Während man bei den erneuerbaren Energien vermeintlich unüberwindbare Hürden zum Beispiel im Bereich der Infrastruktur betone und die Fördermittel für die Photovoltaik zu kürzen beabsichtige, werde bei der Atomenergie mit Scheuklappen an den Sicherheitsrisiken und dem völlig ungelösten Problem der Endlagerung vorbeiargumentiert.

Auch werde verschwiegen, dass es bislang eben nicht zu den befürchteten Engpässen in der Energieversorgung gekommen sei. Indem sie zahlreiche Unternehmen bei der EEG-Abgabe bevorzuge, wälze die schwarz-gelbe Bundesregierung die Kosten der Energiewende verstärkt auf den Privatverbraucher ab. Töpper unterstreicht zudem, dass die Sorge um die Arbeitsplätze am Kraftwerkstandort Grafenrheinfeld nicht von der CSU gepachtet sei. „Das ist ein sensibles Thema und niemand freut sich über bedrohte Arbeitsplätze in unserer Region. Gemeinsam mit unseren überörtlichen Mandatsträgern sind wir uns der Herausforderungen bewusst, die der Atomausstieg auch in dieser Hinsicht mit sich bringt.“, so Töpper, der auch SPD-Unterbezirksvorsitzender ist.

„Die Energiewende ist kein Spaziergang, auf keiner politischen Ebene“, betont auch SPD-Kreisvorsitzender Peter Pfister. Union, FDP und Energieriesen wollten sich diesen Umstand jetzt zunutze machen und mit der längst totgeglaubten Mär von der sauberen Atomenergie eine spätere Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke vorbereiten.

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