Würzburg: Am gestrigen Donnerstag, 02. Juli 2026, tagte die 138. Vollversammlung der Handwerkskammer für Unterfranken in Würzburg. Michael Bissert, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, berichtete von den Kammer-Aktivitäten der letzten Monate und lobte Veranstaltungen wie den Macher-Tag, die junge Menschen an eine Karriere im Handwerk heranführen können: „Das ist Handwerk zum Anfassen und Ausprobieren. So muss das sein.“
In seinem Bericht ging Michael Bissert, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, auf seine Wahl ins Präsidium des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) ein: „Das hat mich wirklich sehr gefreut, weil wir jetzt auch in Berlin unsere unterfränkische Meinung verstärkt einbringen können. Ohne natürlich die bayerischen Interessen zu vernachlässigen.“ Als Mitglied des Präsidiums kann Michael Bissert die Interessen des Handwerks auf höchster Ebene sowohl politisch als auch strategisch mitgestalten und regionale, unterfränkische Themen frühzeitig auf die bundespolitische Agenda setzen.
Auch auf die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt ging er ein und zog hier für das Handwerk ein positives Fazit: „Durch den Vormarsch der KI sehe ich eine Wiedergeburt der beruflichen Bildung und des Handwerks. Haptische Berufe und Berufe in Präsenz werden noch mehr an Bedeutung gewinnen.“
In seiner Rede hob Michael Bissert des Weiteren das Ehrenamt im Handwerk hervor und appellierte an die anwesenden Vollversammlungsmitglieder: „Macht bitte weiter so. Ohne Ehrenamt gäbe es keine handwerkliche Selbstverwaltung, so einfach ist das. Das Ehrenamt ist unser Fundament, um etwas zu bewegen.“
Bericht des Hauptgeschäftsführers
Hauptgeschäftsführer Ludwig Paul stellte den Geschäftsbericht für das Jahr 2025 vor und unterstrich bei der Vorstellung der wichtigsten Eckdaten die Ausbildungsquote von 7,2 %, die 2025 erreicht wurde: „Meines Erachtens die wichtigste Zahl: Das Handwerk bleibt der Ausbildungsmotor der Wirtschaft.“ Zugleich hob er den Anteil internationaler Auszubildender an den abgeschlossenen Lehrverträgen hervor, der 2025 bei 21 % lag. 2024 waren es nur 16 %. „Angesichts ihres Anteils von fast einem Fünftel an den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen sind internationale Auszubildende für das Handwerk inzwischen von großer Bedeutung“, so Ludwig Paul.
Gefasste Beschlüsse
Vorstand und Hauptgeschäftsführung wurden durch die 138. Vollversammlung einstimmig entlastet. Ebenso fasste die 138. Vollversammlung Beschlüsse, die den Aus- und Weiterbildungsbereich sowie die Gebührenordnung betreffen.
Bild: Die Vollversammlung beschließt einstimmig die Fortschreibung des Verzeichnisses über die überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen. Zu sehen sind (v.l.n.r) Michael Bissert, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, und Andrea Sitzmann, stv. Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer für Unterfranken.
Foto: Maike Hochstein








