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Zukunftsprojekte für die Ausbildung im Handwerk sind gestartet – deutschlandweite Strahlkraft

vom 17.11.2025 - 15:11 Uhr

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Schweinfurt: Mit zwei innovativen Projekten wird in Schweinfurt die Zukunft der überbetrieblichen Ausbildung im Handwerk vorangetrieben: Die Fahrzeugakademie der Handwerkskammer für Unterfranken erforscht im Projekt „FillA“ den Einsatz von Robotik in der landtechnischen und landwirtschaftlichen Ausbildung. Lehren und Lernen mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz stehen im Fokus des Projektes „KI-gestützte überbetriebliche Ausbildung“ am Bildungszentrum Schweinfurt. Beide Vorhaben tragen dazu bei, Schweinfurt als Standort für exzellente überbetriebliche Ausbildung im Handwerk zu etablieren.

„Wir sind sehr stolz, dass von bayernweit nur vier Förderprojekten der Initiative für eine exzellente überbetriebliche Ausbildung der Zuschlag gleich zweimal an den Handwerkskammerstandort Schweinfurt gegangen ist“, betont Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken. Beide Projekte tragen dazu bei, die überbetriebliche Ausbildung im Handwerk in die Zukunft zu führen, indem sie zukunftsorientierte Technologien und innovative Methoden erforschen. Im Projekt „KI-gestützte überbetriebliche Ausbildung (KIgÜBA)“ wird am Bildungszentrum Schweinfurt ein KI-Labor entwickelt, in dem Auszubildende im Metallbauerhandwerk mit Unterstützung unterschiedlicher KI-Anwendungen einen komplexen Kundenauftrag – die Montage einer barrierefreien Brandschutztür – erlernen. Die Fahrzeugakademie entwickelt im Projekt „Feldrobotik in der in der landtechnischen und landwirtschaftlichen Ausbildung (FillA)“ neue Lehr- und Lernkonzepte, die ebenfalls Künstliche Intelligenz nutzen und diese Zukunftstechnologie in die überbetriebliche Ausbildung implementieren, gleichzeitig möchte dieses Projekt die Technologie der Feldrobotik fest in der überbetrieblichen Ausbildung verankern. Beide Vorhaben sind Teil der „Initiative für eine exzellente überbetriebliche Ausbildung (INex-ÜBA)“, mit der das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) die Qualität der überbetrieblichen Ausbildung (ÜBA) steigern möchte. Die ÜBA bildet im Handwerk neben Betrieb und Berufsschule die dritte Säule der beruflichen Ausbildung. Es handelt sich dabei um fachpraktische Kurse, die ein gleichbleibendes Qualitätsniveau der Ausbildung gewährleisten. Indem die Bildungsstätten des Handwerks neue Technologien wie Robotik und Künstliche Intelligenz in den Kursen verankern, leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Ausbildungsqualität. Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Ludwig Paul: „Wir sehen uns als Handwerkskammer für Unterfranken hier ein Stück weit als Vorreiter. Modernste Ausbildung für ein modernes Handwerk – so lässt sich Zukunft gestalten.“

Transformation aktiv mitgestalten

„Bei der Umsetzung von Transformationsprozessen kommt der ÜBA eine wichtige Rolle im Technologietransfer zu. Auch in der Persönlichkeitsentwicklung der angehenden Fachkräfte muss sie, gemeinsam mit Betrieben und Berufsschulen, ihren Beitrag leisten, Mündigkeit und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern“, unterstreicht Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung, das im Auftrag des BMBFSJ die Projekte umsetzt.

Ein komplexer Auftrag, dem sich auch die beiden Projekte in Schweinfurt stellen: Hier werden Auszubildende im Umgang mit den neuen Technologien geschult und durch deren gezielten Einsatz individuell im Lernprozess unterstützt. Gleichzeitig ist auch die Entwicklung neuer Lehrkonzepte Bestandteil der Vorhaben, die Ausbilderinnen und Ausbilder künftig darin schulen, die neuen Technologien im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung einzusetzen. 

Mit Blick auf den geplanten Bildungscampus, auf dem in Schweinfurt Bildungszentrum und Fahrzeugakademie künftig an einem Standort zusammengelegt werden sollen, hebt Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Ludwig Paul hervor: „Durch beide Projekte wird Schweinfurt zu einem Standort für exzellente überbetriebliche Ausbildung im Handwerk ausgebaut, was Strahlkraft nicht für die Region, sondern das gesamte Bundesgebiet hat.“

Ausführliche Informationen zu beiden Projekten gibt es online:

  • Projekt FillA der Fahrzeugakademie:
    www.hwk-ufr.de/Projekt-FillA
  • Projekt KIgÜba des Bildungszentrums Schweinfurt: www.hwk-ufr.de/Projekt-KIgUEBA 

 

Titelbild: Im Labor in Saarbrücken zeigt Tim Schwartz (vorne) vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz Uljana Bauer und Lukas Walter von Bildungszentrum Schweinfurt der Handwerkskammer für Unterfranken die Funktionsweise einer Tracking-KI – im Projekt KIgÜba in Schweinfurt ist diese ebenfalls Bestandteil des Lehr- und Lernkonzeptes. 

Foto: Armindo Ribeiro/DFKI

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