Bad Kissingen: Nach rund 27 Monaten Bauzeit startete mit Beginn des Kindergartenjahres 2026/2027 der Betrieb in der Theresien-Kita. Am Freitag konnten Familien und Interessierte die Einrichtung im Rahmen eines Tags der offenen Tür besichtigen. Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger war groß.
173 Betreuungsplätze zusätzlich
Bauherrin der Theresien-Kita ist die Theresienspitalstiftung Bad Kissingen, Betriebsträgerin die Katholische Kirchenstiftung Herz Jesu. Die Stadt Bad Kissingen hat den Bau von Beginn an begleitet und beteiligt sich mit 3,1 Millionen Euro an der Finanzierung.
„Der Dreiklang aus Theresienspitalstiftung, Kirchenstiftung und Stadt haben zum Erfolg geführt“, so Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel, der auch gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender der Theresienspitalstiftung ist. Er dankte neben dem aktuellen Verwaltungsrat der Geschäftsführerin Michaela Atzler, der pädagogischen Leitung Manuela Sauer und der Referatsleiterin Stefanie Kauffmann. Sie begleiteten das Projekt von Beginn an „mit Herz und Hirn“.
Die neue Einrichtung bietet 173 Plätze: 48 in der Kinderkrippe, 75 im Kindergarten und 50 im Schülerhort für Kinder der ersten bis vierten Klasse. Mit der neuen Theresien-Kindertagesstätte in der Steinstraße erreicht Bad Kissingen sein Ziel: Das Kita-Angebot in Bad Kissingen ist bedarfsgerecht ausgebaut.
„Schwerpunkt meiner ersten Amtszeit“ – alle berechtigten Kinder bekommen in Bad Kissingen einen Kita-Platz
Die Theresien-Kita ist Teil eines längerfristigen Ausbaus der Plätze. „Als ich begonnen habe, waren etwa 100 Kinder auf der Suche nach einem Platz“, so Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel, der den Kita-Ausbau zu einem der wichtigsten Themen in seiner ersten Amtszeit erklärt hat.
Es folgte ein kontinuierliche „Aufholjagd“: 2022 wurden in der Steinstraße 45 Plätze geschaffen. Die Erweiterung des Kindergartens Poppenroth 2024 brachte 25 zusätzliche Plätze. Nun endet der Ausbau mit der innenstadtnahen Theresien-Kita, die größte im Landkreis Bad Kissingen. Insgesamt wurden rund 22 Prozent mehr Plätze geschaffen, nun stehen 946 Betreuungsplätze zur Verfügung.
Dementsprechend bilanziert der Oberbürgermeister: „Ab heute können wir sagen: Jedes berechtigte Kind bekommt einen Kita-Platz in Bad Kissingen. Darauf können wir sehr stolz sein.“ Dieses Ziel erfülle aus seiner Sicht wichtige sozialpolitische Ziele: „Wir verbessern die Schulfähigkeit von Kindern aus bildungsfernen Schichten – und senden Eltern, auch zukünftigen, das klare Signal: Ihr bekommt in Bad Kissingen einen Kita-Platz.“
Stadt beteiligt sich mit 3,1 Millionen Euro
Für den Neubau sind Gesamtkosten von rund 11,4 Millionen Euro veranschlagt. Der Freistaat Bayern beteiligt sich mit rund 5,9 Millionen Euro; der Finanzanteil der Stadt Bad Kissingen beträgt 3,1 Millionen Euro. Weitere Mittel bringt die Theresienspitalstiftung ein. Die Schlussabrechnung steht noch aus.
Das neungruppige Haus entstand auf stiftungseigenem Gelände zwischen Gymnasium, Realschule und Seniorenheim. Krippe, Kindergarten und Schülerhort haben jeweils eigene Bereiche, sind aber miteinander verbunden. Gemeinschaftsräume und Garten können bereichsübergreifend genutzt werden. Die pädagogische Konzeption lehnt sich an die des Kliegl-Kindergartens in der Maxstraße an und legt einen besonderen Schwerpunkt auf Sprache und Inklusion.
Bild: Begrüßten in der neu eröffneten Theresien-Kita: (von links) Michaela Atzler, Geschäftsführung Theresienspitalstiftung, Verwaltungsratsvorsitzender der Theresienspitalstiftung Pfarrer Gerd Greier, Hubert Petrik, Kirchenpfleger Katholische Kirchenstiftung Herz Jesu, Bayerns Innenstaatssekretär Sandro Kirchner, Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel, stellvertretender Landrat Matthias Klement, Dr. Ingo Baumgart, Verwaltungsrat der Theresienspitalstiung, Manuela Sauer, pädagogische Gesamtleitung der Kita.
Foto Ben Kiesel








