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SKF Geschäftsführung und Betriebsrat einigen sich auf Programm zur Lösung der Strukturprobleme

vom 06.03.2013 - 12:03 Uhr

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Schweinfurt. Geschäftsführung und Betriebsrat der SKF GmbH haben sich nach intensiven Beratungen auf entscheidende Schritte zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit des Standorts Schweinfurt geeinigt. Mit diesem Programm sollen die strukturellen Probleme gelöst und dabei betriebsbedingte Kündigungen möglichst vermieden werden. In Betriebsversammlungen wurden die Mitarbeiter über das Ergebnis informiert.

Die wesentlichen Eckpunkte der Einigung sind:

-Vorzeitige Freistellung von Arbeitnehmern in Altersteilzeit

-Weiteres Altersteilzeit- und freiwilliges Abfindungsprogramm

-Beantragung Kurzarbeit für konjunkturell bedingte Auftragsrückgänge

-Umsetzung des Maßnahmenpaketes bis Ende des 2. Quartals 2013

„Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Betriebsrat eine einvernehmliche Lösung gefunden haben, die sowohl der Arbeitnehmer- als auch der Unternehmensseite gerecht wird“, sagt Manfred Neubert, Vorsitzender der Geschäftsführung der SKF GmbH. „Mit diesem Maßnahmenpaket muss es uns gelingen, bis 2015 den strukturellen Überhang von rund 500 Arbeitsplätzen zu lösen“, betont Neubert. Nach wie vor seien betriebsbedingte Kündigungen die letzte Option.

Seitens der Arbeitnehmervertretung wurde ein externes Beratergremium zur Prüfung des genannten Personalüberhangs beauftragt. „Wir lassen nichts unversucht und wollen, dass alle Alternativlösungen Berücksichtigung finden, so dass betriebsbedingte Kündigungen auf jeden Fall vermieden werden können“, so Betriebsratsvorsitzender Norbert Völkl.

SKF arbeitet seit Mai vergangenen Jahres mit dem „Fit for Future Programm“ an der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweinfurt. Bisherige freiwillige Personalmaßnahmen wurden von der Belegschaft bislang jedoch nicht in ausreichendem Maße in Anspruch genommen. Die deutlich verschlechterte konjunkturelle Lage hat die Wettbewerbsfähigkeit weiter geschwächt und zwingt zu schnellem Handeln.

Dennoch steht die SKF Gruppe zum Standort Deutschland, wie auch die kürzliche Akquisition von Blohm + Voss Industries in Hamburg belegt. Darüber hinaus wurde entschieden, das europäische Zentrallabor in Schweinfurt anzusiedeln.

 

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