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Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel und viele Sponsoren und Ehrengäste eröffneten am Donnerstag das neu sanierte Gebäude mit einem Fest

vom 01.08.2025 - 15:08 Uhr

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Bad Kissingen: Nicht 100, aber viele Jahre lag das Bad Kissinger Turniergebäude in der Au im Dornröschenschlaf. Im vergangenen Jahr wurde es saniert und Zug um Zug wiedererweckt. Am Donnerstag hat Bad Kissingens Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel gemeinsam mit vielen an der Renovierung Beteiligten das, so Vogel, „technisch komplexe, finanziell ambitionierte und zeithistorisch bedeutende Projekt“ im Rahmen eines Festakts „in die Hände einer lebendigen Stadtgesellschaft“ gegeben.

Es war ein erhabener Moment, als der Oberbürgermeister gemeinsam mit Bundesministerin Dorothee Bär, Landrat Thomas Bold und den Geistlichen, dem katholischen Pfarrer Gerd Greier und dem evangelisch-lutherischen Pfarrer Michael Greder, das rote Band durchschnitt. Bad Kissingen saß derweil zahlreich auf der neu gestalteten Tribüne auf historisch sanierten Holzsitzbänken – über sich den erneuerten Bad Kissingen-Schriftzug in „der feinsten Art-Déco-Schrift, die es in Europa gibt“ (Professor Reinhold Haus, Deutsche Stiftung Denkmalschutz) mit Blick durch die weiße Säulengalerie hinaus auf die Au, von unten die Klänge des Jugendmusikkorps Bad Kissingen, später der Blowin‘ Horns Big Band.

„Koproduktion vieler“ unter Verantwortung der Stadt Bad Kissingen

Kurz zuvor war eine Reiterquadrille des Reiterverein Bad Kissingen vor den Augen der Zuschauer Formation geritten. Bad Kissingens Botschafter, das Komödianten-Duo Volker Heißmann und Martin Rassau unterhielten mit humorvollen Beiträgen. Historische Persönlichkeiten flanierten auf und ab. Kaum war das rote Band durchschnitten flog ein Segelflugzeug der Segelfluggemeinschaft vor der Tribüne vorbei, das Banner „Turniergebäude Bad Kissingen“ im Schlepptau.

Als „Koproduktion vieler Beteiligter“ wie Bund, Land, Denkmalschutz, privater Spender und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, bezeichnete Vogel die Sanierungsleistung, betonte aber auch die Verantwortung der Stadt Bad Kissingen und die „über das normale Maß hinaus engagierte Stadtverwaltung“ als zentrale Voraussetzung für das Gelingen. Das Turniergebäude sei Symbol für „einen wiederentdeckten Stolz auf eine Stadt Bad Kissingen, die wieder an sich glaubt, mit viel Mut und Aufbruchsstimmung und sichtbaren Ergebnissen ihre Zukunft gestaltet und ihr Welterbe lebt“.

Als „absolutes Kleinod“ und „aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst“ bezeichnete Bundesministerin Dorothee Bär das Turniergebäude. Sie finde es großartig, dass sich die Stadt entschieden habe, mit vielen Unterstützern dieses Kusszeremoniell durchzuführen.

Das Motiv des Dornröschenschlafs zog sich durch viele Reden an diesem Tag, die Moderator Marcus Lipsius koordinierte. Bauamtsleiterin Christine Schwind beispielsweise nannte das Turniergebäude ein „Stadtjuwel mit Geschichte und Zukunft“, das nun wacher und schöner als je zuvor sei.

Das Planungsteam – das Architekturbüro Kreische und Statikbüro Federlein unter der Projektleitung von Jochen Seufert – erinnerte an den desolaten, einsturzgefährdeten Ursprungszustand des Gebäudes: „Dornröschenschlaf ja, aber dieses Dornröschen hätten Sie nicht küssen wollen!“ Für alle Beteiligten sei das Sanierungsprojekt zum „Herzensprojekt“ geworden.

Die Sanierung geht zu Ende, das Turniergebäude steht am Anfang

Bad Kissingens Landrat Thomas Bold wertete das Projekt als „Zeichen, dass es in der Region aufwärts geht“, das motiviere, andere Dinge in die Umsetzung zu bringen.

Bold dankte dem Oberbürgermeister und dem Stadtrat für den Mut, aber auch den Bürgerinnen und Bürgern, die ihren Beitrag geleistet haben. Oberbürgermeister Vogel hatte den privaten Spendern in einer vorgelagerten „Sponsorenstunde“ erklärt, dass ihre Unterstützung „die Sahne auf den Kaffee gebracht“ habe.

Der Abteilungsleiter Peter Weidisch hob auf die „Authentizität“ ab, die das sanierte Turniergebäude ausstrahle. Christian Schmidt vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege konstatierte: „Bad Kissingen hat eindrucksvoll gezeigt: Sie können Welterbe!“ An den offiziellen Festakt schloss sich ein kleines Weinfest an, die Band „Zufall“ spielte, Bad Kissinger tanzten.

Mit der Eröffnung des Turniergebäudes nimmt eine zwölf Monate dauernde, 2,5 Millionen Euro teure Sanierung ihr Ende. Das Turniergebäude mit seinen vielfältigen neuen Nutzungsmöglichkeiten aber steht ganz am Anfang. Der Donnerstag hat schlaglichtartig gezeigt, was möglich ist.

Titelbild: Eröffneten das sanierte Turniergebäude: Bad Kissingens Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel (Mitte) zusammen mit (von links) Pfarrer Gerd Greier, Bundesministerin Dorothee Bär, Landrat Thomas Bold und Pfarrer Michael Greder.

Foto Julia Milberger

 

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