Landkreis Bad Kissingen: Sie vermitteln Wissen, erfassen Veränderungen in der Natur oder beteiligen sich an Artenschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen. Sie fungieren als Bindeglied zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und der Unteren Naturschutz Behörde (UNB). Ihre Arbeit erledigen sie ehrenamtlich: Die Rede ist von sogenannten Naturschutzwächtern. Auch im Landkreis Bad Kissingen unterstützen sie die Arbeit vor Ort. Grundlage für diese Tätigkeit ist das Bayerische Naturschutzgesetz. Entstanden sind die Naturschutzwächter zu Beginn der 80er Jahre aus den Anfängen des Naturschutzes.
Doch was genau sind ihre Aufgaben? Hauptsächlich dient die Naturschutzwacht für die allgemeine Aufklärung rund um den Naturschutz. Sie vermitteln den Bürgerinnen und Bürgern Wissen und Zusammenhänge oder führen interessierte Gruppen durch die Natur. Dazu gehören zum Beispiel auch Kindergartengruppen oder Schulklassen. Dadurch fördern sie auch das Verständnis für Naturschutz und Landschaftspflege. An erster Stelle steht immer die Aufklärung, auch wenn es um Verstöße geht. Durch ihre Tätigkeit unterstützen die Naturschutzwächter die UNB bei deren zahlreichen Aufgaben und Verwaltungstätigkeiten.
„Ich freue mich, dass wir im Landkreis derzeit zehn Naturschutzwächterinnen und -wächter haben,“ sagte Landrat Mario Götz: „Ihr ehrenamtlicher Einsatz ist sehr wertvoll für die Natur und die Menschen vor Ort. Und alles andere als selbstverständlich, denn sie erledigen ihre Aufgaben häufig noch neben ihrem Hauptberuf.“
Im Landkreis ist jeder der Naturschutzwächter und Naturschutzwächterinnen für ein bestimmtes Gebiet zuständig. Darüber hinaus sind zwei Naturschutzwächter für die Gebäudebrüter zuständig und drei fungieren im gesamten Landkreis als Biberberater. Sie unterstützen Bürgerinnen und Bürger vor Ort bei konkreten Problemen mit den Bibern. Die Naturschutzwacht erledigt vor Ort auch viele Projekte in Bezug auf Natur- und Artenschutz. Aufgrund der derzeitigen Trockenheit wurden etwa Muscheln und Fische aus den getrockneten Flüssen umgesetzt. Außerdem werden die Muscheln im gesamten Landkreis kartiert. Ein ehemaliges Wasserbrunnenhaus wurde zum Fledermausquartier umfunktioniert und Kotbretter bei Mehlschwalbennestern angebracht.
Die Ausbildung zum Naturschutzwächter oder zur Naturschutzwächterin läuft über die Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL). Interessierte Personen können sich bei der UNB des Landkreises Bad Kissingen melden (ann-sophie.franz@kg.de; 0971 801-4107).
Naturschutzwächter.jpg: Landrat Mario Götz (5. von links) mit Mitarbeitenden der Unteren Naturschutzbehörde sowie den ehrenamtlichen Naturschutzwächterinnen und -wächtern. (Foto: Landkreis Bad Kissingen/M. Endres)








