Schweinfurt: Wenn Museumsführer mit Nachtmützen auftauchen, muss etwas Besonderes los sein: Bei der „Nacht der Kultur“ wurde das Industriemuseum Schweinfurt erstmals auch am Abend zur Bühne – mit erfreulich großem Zuspruch. Im Rahmen der „Nacht der Kultur“ des KulturPackt Schweinfurt öffnete das Industriemuseum seine Türen nicht nur am Nachmittag, sondern erstmals von 19 bis 22 Uhr. Die ungewöhnliche Öffnungszeit lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher an, die Schweinfurts Industriegeschichte einmal in ganz besonderer Atmosphäre erleben wollten.
Und auch die Museumsführer hatten sich auf die nächtliche Mission eingestellt: Mit Zipfelmütze und Kerzenhalter ausgestattet, begleiteten sie die Gäste mit launigen Geschichten durch die Ausstellungsräume. Da durfte das Augenzwinkern ebenso wenig fehlen wie die spannenden Geschichten rund um die Schweinfurter Industrie und die Pioniere der Wälzlagerindustrie.
Für einen weiteren Blickfang sorgte der beleuchtete Schriftzug „Industriemuseum“ über dem Eingang. In den Abendstunden wurde er zum weithin sichtbaren Hinweis darauf, dass hier ausnahmsweise auch nach Einbruch der Dunkelheit Industriegeschichte lebendig wurde.
„Dieses Format werden wir sicherlich wiederholen!“, lautet das Fazit von Dieter Bauer, Öffentlichkeitsarbeiter des AKI Förderkreises Industrie-, Handwerks- und Gewerbekultur Schweinfurt e. V. Der Verein betreibt das Industriemuseum ehrenamtlich und hält damit ein Stück Schweinfurter Industriegeschichte lebendig – eine Geschichte, die eng mit der Entwicklung der Stadt verbunden ist.
Museumsleiter Wolfgang Rücknagel bringt den Museumsbesuch auf den Punkt: „Der Eintritt ist frei, aber nicht umsonst.“ Wer kommt, nimmt schließlich jede Menge Geschichte, Geschichten und interessante Einblicke mit nach Hause.
Die Premiere ist jedenfalls gelungen. Und wer weiß: Vielleicht heißt es im Industriemuseum bald wieder „Gute Nacht“ – aber erst nach einer ordentlichen Portion Industriegeschichte.
Weitere Informationen und Öffnungszeiten unter: www.industriemuseum-schweinfurt.de
Bild: Von links nach rechts: Dieter Bauer (Museumsführer AKI), Weinprinzessin Dingolshausen Sophie I., Thomas Bauer (Kurator AKI ) und die Schweinfurter Weinprinzessin Julia Häckner
Bild: Wolfgang Rücknagel








