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Leichte Steigerung an Ausbildungsverträgen

vom 22.01.2026 - 13:01 Uhr

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Würzburg: Aufgrund der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) in Bayern fehlte 2025 ein kompletter Abiturjahrgang auf dem Ausbildungsmarkt. Dennoch registriert die Handwerkskammer für Unterfranken mit insgesamt 2.612 neuen Ausbildungsverträgen ein leichtes Plus von
0,6 % gegenüber dem Vorjahr. „Ein gutes Signal“, so Handwerkskammer-Präsident Michael Bissert.

2025 starteten insgesamt 2.612 junge Menschen eine Ausbildung im unterfränkischen Handwerk. Das entspricht einer leichten Steigerung von
0,6 % gegenüber dem Jahr 2024. „Das ist ein gutes, wirklich bemerkenswertes Signal, denn 2025 fehlte aufgrund der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium ein gesamter Abiturjahrgang auf dem unterfränkischen Ausbildungsmarkt“, weiß Michael Bissert, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken. Dieses trotz der negativen Begleiterscheinung der fehlenden Abiturienten leichte Plus sieht Michael Bissert auch als Bestätigung für den enormen Einsatz der Ausbildungsbetriebe und der Handwerkskammer, junge Menschen für das Handwerk zu begeistern. „Handwerk bietet Zukunft. Das ist Fakt. Weder die künstliche Intelligenz noch globale Krisen werden das Handwerk verdrängen. Im Gegenteil: Handwerk ist nachhaltige, sinnstiftende Arbeit, die einen beruflich, aber auch persönlich nach vorne bringt.“ 

Handwerk als Integrationsmotor
Insgesamt haben 547 junge Menschen aus verschiedensten Nationen im Jahr 2025 eine Ausbildung im unterfränkischen Handwerk begonnen. Der Anteil an Auszubildenden mit ausländischem Hintergrund beträgt damit
21 %. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Anteil dieser jungen Menschen um 5 Prozentpunkte gesteigert, im Vergleich zum Jahr 2023 sogar um 10 Prozentpunkte. „Wir erkennen einen kontinuierlichen starken Anstieg an Auszubildenden anderer Nationalitäten, was zum einen die Offenheit unserer Betriebe unterstreicht, aber auch insgesamt Ausdruck einer starken Integrationskraft des unterfränkischen Handwerks ist,“ sagt Michael Bissert. Trotz der ungebremsten Integrationsbereitschaft der Handwerksbetriebe führt der starke Anstieg der Auszubildenden-Gruppe mit ausländischen Wurzeln auch zu Herausforderungen. „Das Thema Integration von Menschen aus dem Ausland ist ein gesellschaftliches Thema, das das Handwerk nicht alleine angeht. Aber auch im Handwerk ist ersichtlich, dass Sprachprobleme zu Missverständnissen führen können, dass kulturelle Verschiedenheiten als Hürde empfunden werden und dass rechtliche Unsicherheiten beim Aufenthaltsstatus von Geflüchteten Hemmnisse darstellen“, so Michael Bissert. Auch in der überbetrieblichen Ausbildung in den Bildungszentren der Handwerkskammer verlangt der hohe Anteil an Auszubildenden mit ausländischen Wurzeln großes Engagement der Lehrenden. „Gerade im Lebensmittelhandwerk sind ein hoher Anteil der Auszubildenden mittlerweile ausländischer Herkunft, was natürlich auch Auswirkungen auf die Lehre hat. Vor allem mangelnde Sprachkenntnisse sind ein enormes Hindernis einer zielgerichteten Unterweisung.“  

Stolz ist das unterfränkische Handwerk auch auf die 23 neuen Auszubildenden aus Nepal. Gemeinsam mit dem Nepal Secretariat of Skills and Training (NSST) bringt die Handwerkskammer bereits gut vorbereitete potenzielle Auszubildende aus Nepal mit Betrieben zusammen. „Wichtig ist es zu erwähnen, dass Auszubildende mit ausländischen Wurzeln in allen Berufen des Handwerks ihren Anteil leisten. Auch bei den starken Handwerksberufen wie Kfz, Elektro oder im Sanitärbereich“, so Michael Bissert. „Ohne diesen Teil an Auszubildenden wäre das Handwerk nicht so stark wie es jetzt ist.“
Insgesamt verzeichnet die Handwerkskammer über alle Ausbildungsjahre hinweg 89 verschiedene Nationalitäten der Auszubildenden.

Schulabschlüsse neuer Auszubildender
Bei den Schulabschlüssen, die die neuen Auszubildenden aufweisen, zeigt sich eine breite Streuung. Stärkste Gruppe ist mit 40,8 % die, bei denen die Auszubildenden den Mittelschulabschluss vorweisen, gefolgt von denjenigen mit Realschulabschluss mit 37,2 %. Die Gruppe mit Hochschulreife ist aufgrund des fehlenden Abiturjahrgangs auf 8,2 % zurückgegangen. Dafür gab es einen Anstieg um 3 Prozentpunkte, von 6 auf 9 % derjenigen, die einen ausländischen Schulabschluss vorweisen, der nicht in das deutsche Schulsystem einzuordnen ist. „Die breite Streuung der Schulabschlüsse beweist indirekt, wie breit das Handwerk aufgestellt ist. Es bietet für jeden jungen Menschen Ausbildungsplätze, die dem eigenen Interesse und der eigenen Individualität entsprechen“, so der Handwerkskammer-Präsident. 

Schon jetzt sind für das Ausbildungsjahr mit Beginn September 2026 rund 2.300 freie Lehrstellen in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer für Unterfranken registriert. Über alle Bereiche des Handwerks hinweg und in allen Regionen Unterfrankens. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass 2025 insgesamt 2.553 Ausbildungsbetriebe eine handwerkliche Ausbildung angeboten haben, was einem Plus von 1,2 % zum Vorjahr entspricht.

Ausblick
„Im vergangenen Jahr hatten wir noch mit einem Rückgang der neuen Lehrverhältnisse 2025 gerechnet, bedingt durch den fehlenden Abiturjahrgang. Das ist nicht eingetroffen. Und so gehen wir optimistisch in das Jahr 2026“, blickt Michael Bissert voraus. „Wir haben jetzt im dritten Jahr in Folge ein leichtes Plus verzeichnet, diese Serie wollen wir auch 2026 nicht reißen lassen.“ 

Informationen rund um Ausbildungsberufe und Karrieremöglichkeiten finden Jugendliche unter www.die-passende-ausbildung.de. Die Ausbildungsexpertinnen und -experten der Handwerkskammer stehen zudem gerne für persönliche Fragen zur Verfügung und sind telefonisch über die Hotline 0931/30908-33 33 erreichbar.

 

Bildquelle: Handwerkskammer Uhr.

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