Würzburg: Die Regierung von Unterfranken erinnert rechtzeitig vor Beginn der nasskalten Jahreszeit – der typischen „Grippezeit“ – an die Möglichkeit der vorbeugenden Grippeimpfung. Der saisonale Grippeimpfstoff setzt sich jedes Jahr aus Bestandteilen dreier, aktuell weltweit zirkulierender Influenza-Virustypen zusammen. Der Impfstoff für die Saison 2011/2012 hat ausnahmsweise die gleiche Zusammensetzung wie der Grippeimpfstoff des Vorjahres. So ist ein weiteres Mal der nach wie vor zirkulierende „Schweingrippe-Virus A/H1N1“ ein Bestandteil. Dennoch ist es wichtig sich auch dieses Jahr erneut impfen zu lassen. Zum einen hält der Impfschutz vermutlich nur eine Saison, zum andern gibt es klare Hinweise für einen besseren Immunschutz bei regelmäßiger Grippeimpfung. Nach der Impfung baut sich der volle Impfschutz in 10-14 Tagen auf. Für die aktuelle Saison hat das zuständige Paul-Ehrlich-Institut bereits 18 Millionen Impfstoff-Dosen freigegeben.
Die Regierung von Unterfranken geht für ihre Beschäftigten mit gutem Beispiel voran. Sie bietet dieses Jahr bereits zum siebten Mal eine „Inhouse-Grippeschutzimpfung“ für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Betriebe in Unterfranken werden aufgerufen, diesem Beispiel zu folgen. Wer geimpft ist, schützt nicht nur sich selbst vor einer schweren Influenzaerkrankung, sondern vermeidet auch eine Ansteckung anderer. Besonders Mitarbeiter in Krankenhäusern, sozialen Einrichtungen und Pflegeheimen sollten sich Ihrer Verantwortung und Vorbildfunktion bewusst sein.
Durch Influenza (Virusgrippe) bedingte Erkrankungswellen haben erhebliche individuelle und gesellschaftliche Auswirkungen. Die Gefährlichkeit der saisonalen Grippe, die in Deutschland jedes Jahr 3.000 – 8.000 Tote fordert, darf nicht unterschätzt werden. Gefürchtet sind unter anderem, neben der primären Influenza-Lungenentzündung, bakterielle Infektionen auf dem Boden einer durch Influenzaviren vorgeschädigten Lunge oder durch Influenza verursachte Begleiterkrankungen am Herzen oder Zentralen Nervensystem. Die Schutzimpfung ist die wichtigste Komponente der verfügbaren Schutzmaßnahmen. Oktober/ November ist die richtige Zeit sich impfen zu lassen, um im Dezember, ab dem erfahrungsgemäß mit dem Beginn der Influenzaausbreitung gerechnet werden muss, gewappnet zu sein.
Folgenden Zielgruppen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut in Berlin die Influenza-Impfung:
- Allen über 60-Jährigen
- Allen Schwangeren
- Allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die infolge bestehender Grundleiden durch eine Influenza gesundheitlich besonders gefährdet sind. Dies betrifft zum Beispiel Personen mit chronischen Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus und andere Stoffwechselerkrankungen und Störungen der Immunabwehr.
- Bewohnern von Senioren- und Pflegeheimen, für die in der Regel ohnehin die oben genannten Indikationen gelten, sind ausdrücklich als Risikogruppe hervorzuheben.
- Allen Personen, die berufsbedingt einer erhöhten Gefährdung unterliegen. Hierunter fallen besonders medizinisches Personal in der Patientenbetreuung und Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr. Hier soll die Impfung zugleich einer möglichen Ansteckung betreuter ungeimpfter Personen (Patienten, Heimbewohner) vorbeugen.
- Ebenso Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln, um problematische Doppelinfektionen mit saisonaler Grippe und Vogelgrippe zu vermeiden.
Die Kosten der saisonalen Grippeimpfung werden von den gesetzlichen Krankenkassen und in der Regel auch von den Privatkassen übernommen. Durchgeführt wird die Impfung auch von allen niedergelassenen Ärzten, die individuell beraten.
Für Fragen stehen auch die Landratsämter – Gesundheitsverwaltung – zur Verfügung.
Bild: Bei der saisonalen Grippeimpfung geht die Regierung von Unterfranken auch in diesem Jahr wieder mit gutem Beispiel voran. Bietet sie doch für die Beschäftigten im Oktober erneut die vorbeugende Grippeschutzimpfung an. (Foto: RUF)








