Infanterieschule Hammelburg: Erster Rückblick und Ausblick des Jahres 2012

29. März 2012

Hammelburg: „So wie es militärischer Brauch ist, halten wir am Ende eines Quartals Rückschau auf das in diesem Zeitraum Geleistete und richten den Blick auf die Herausforderungen, denen wir uns in den kommenden Monaten gemeinsam zu stellen haben.“, sagte Brigadegeneral Günter Engel bei seiner Rede zum ersten Quartalsappell 2012.

Der Kommandeur Infanterieschule und General der Infanterie hielt diese Rede vor den angetretenen militärischen und zivilen Angehörigen der Infanterieschule und des VN Ausbildungszentrums der Bundeswehr am Freitag, den 23. März auf der „Fähnrichswiese“. Den musikalischen Rahmen stellte in gewohnt eindrucksvoller Weise das Heeresmusikkorps 12 aus Veitshöchheim unter Leitung von Oberstleutnant Burkard Zenglein.

Höhepunkte des ersten Quartals

In seinem Rückblick auf die Höhepunkte des Quartals nannte der Kommandeur unter Anderem:

Die einsatzvorbereitende Ausbildung ISAF, bei der in 4 Durchgängen knapp 1000 Soldaten durch das Übungszentrum Infanterie beübt wurden. Den modifizierten Lehrgang „Überleben im Einsatz“, „bei dem wir auf einem guten Weg sind“, so Brigadegeneral Günter Engel. Eine Vielzahl an geleisteten Einsatzprüfungen und Untersuchungen für zukünftiges Gerät und Ausstattung der Infanterie sowie die Durchführung der OMLT Ausbildung (Operation Mentoring and Liaision Teams), am VN Ausbildungszentrum der Bundeswehr.

17 Kfz-Mechatroniker und 5 Industriemechaniker haben im Februar mit dem Ablegen der Gesellenprüfung ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. 7 Gesellen treten als Personalnachwuchs ihren Dienst als Soldaten auf Zeit an. Das Bundeswehrdienstleistungszentrum Hammelburg stellt 3 Gesellen ein.

 

Ausblick auf das zweite Quartal

Schwerpunkte der Infanterieschule werden die Durchführung der „Lehrübung Hinterhalt“ im Mai und die Vorbereitung des 16. Tages der Infanterie im Juli sein. Ebenso ist der Bereich Weiterentwicklung Infanterie Gastgeber der trinationalen Konferenz „TRIPARTITE“, einer gemeinsamen Tagung mit den Bereichen Weiterentwicklung der britischen und französischen Armee. Die Ausbildung von Militärbeobachtern wird Auftrag des VNAusbZentr Bw sein. Außerdem wird dessen II. Inspektion im April nach WILDFLECKEN umziehen.

 

„Versetzungen und Entlassungen gehören zum Soldatenberuf“

Mit dieser Einleitung ließ Brigadegeneral Günter Engel drei verdiente Soldaten der Infanterieschule vortreten und bemerkte weiter: „Eigentlich ist die Verabschiedung von lang gedienten Soldaten in den Ruhestand ein erfreulicher Anlass. Als Betroffener steht man am Ende eines langen und hoffentlich erfüllten Berufslebens und freut sich auf die Zeit, die nun vor einem liegt. Allerdings ist damit für die Infanterieschule auch der Verlust von soldatischer Erfahrung, großem Sachverstand und Fachwissen verbunden und ist durch nachfolgende Kameraden zu kompensieren.“

 

Oberstabsfeldwebel Andreas Kukuk

Nach seinem Diensteintritt im Oktober 1983 und Verwendungen als S1 Unteroffizier, S2 Feldwebel, Gruppenführer, Zugführer eines Sicherungszuges wurde Kukuk Anfang 1997 bis August 2007 beim Übungszentrum Infanterie in verschiedenen Ausbildungsgruppen eingesetzt. Anschließend leistet er seinen Dienst bis April 2010 beim Gefechtsübungssimulationssystem SIRA-Btl in ELLWANGEN. Nach dessen Auflösung wurde OSF Andreas Kukuk bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand beim ÜbZInf in der Übungsvorbereitung und Übungsleitung eingesetzt. Stationen seiner Laufbahn waren neben dem Standort HAMMELBURG auch MELLRICHSTADT, LEIPZIG und ELLWANGEN. Im Ruhestand möchten Kukuk sich nach eigenem Bekunden verstärkt im politischen Bereich engagieren und sicherlich wird auch noch Zeit sein, um mit seiner Familie den ein oder anderen Braveheart Battle maßgeblich mitzuorganisieren.

 

Oberstabsfeldwebel Manfred Reger,

trat seinen Dienst bei der Bundeswehr im Januar 1980 als Wehrpflichtiger (15 Monate) in NEUBURG/Donau an. Nach der Grundausbildung erfolgte die Versetzung zum Panzergrenadierbataillon 242 in FELDKIRCHEN wo OSF Reger nach Ernennung zum Soldaten auf Zeit zum Panzergrenadierfeldwebel ausgebildet und bis 1986 auf verschiedenen Dienstposten eingesetzt wurde. An der Infanterieschule leistete er von 1986 bis 2002 Dienst als Stationsausbilder und als Hörsaalfeldwebel in der I. Inspektion. Nach einer zweijährigen Verwendung als S3 Fw beim Jägerbataillon 371 in MARIENBERG wurde Reger im Jahr 2004 erneut an die Infanterieschule, in den Bereich Weiterentwicklung versetzt. Eingesetzt als Sachbearbeiter für die Erarbeitung von Materialgrundlagen, hat er in zahlreichen Einsatzprüfungen im Ausland – von Polen über Französisch Guayana und Arizona in den USA bis zum dreimaligen Aufenthalt in Australien unterstützt. Mit Ablauf des 30.04.2012 tritt OSF Reger in den Ruhestand ein und will sich zukünftig seiner Familie, dem Tennisverein, in dem er erster Vorsitzender ist, sowie vielen Reisen widmen.

 

Stabsfeldwebel Curt Demant

Trat am 16.02.1980 bei der Ausbildungskompanie 8/2 in SCHWARZENBORN in die Bundeswehr ein. Anschließend wurde er als Panzerfahrer in KASSEL eingesetzt. Nach der Ausbildung zum Feldwebel wurde Demand zunächst als Feuerleitfeldwebel Mörser verwendet. Mittlerweile zum Berufssoldaten ernannt, erfolgte die Umschulung zum Jägerfeldwebel und Panzerabwehrfeldwebel. Im Januar 1990 trat er seine erste Verwendung an der damaligen Kampftruppenschule 1 in Hammelburg als Ausbilder von Reserveoffizieren an. 1995 bis 1997 folgte der erneute Einsatz als Feuerleitfeldwebel, nun bei der 6. Kompanie des Jägerlehrbataillons 353 in Hammelburg. Seit April 1997 war er bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand am 31.03.2012 in der III. Inspektion (vormalig IV. Inspektion) als Mörserausbilder, später auch als Reservistenausbilder (ASA) tätig. In dieser Zeit hat Demand als hochqualifizierter Ausbildungsfeldwebel in zahlreichen Lehrgängen und Schießvorhaben den Mörserkräften der Infanterie das nötige Handwerk beigebracht. Als begeisterter Angler und Hobbyfußballer möchten er in naher Zukunft die Jägerprüfung, das sogenannte „grüne Abitur“ und den Fußballtrainerschein „B“ ablegen.

Der Kommandeur der Infanterieschule und General Infanterie, Brigadegeneral Günter Engel sprach im Namen des Bundesministers der Verteidigung den angetretenen Pensionären für die dem deutschen Volke geleisteten treuen Dienste, Dank und Anerkennung aus. Mit dem Gruß der Infanterie, einem dreifachen Horrido auf die in den Ruhestand versetzten Kameraden, dem Lied der Bayern und der Nationalhymne klang der Quartalsappell aus.

 

Bericht: Hartmut Jäckle / Bilder: Gerhard Hain

Bild: Die zukünftigen Pensionäre (v.l. Oberstabsfeldwebel Manfred Reger, Stabsfeldwebel Curt Demant und Oberstabsfeldwebel Andreas Kukuk).

 

online gestellt von Florian Kohl

Florian Kohl ist Inhaber von REVISTA in Schweinfurt, Podcaster bei schweinfurtundso.de, Blogger bei floriankohl.de und Partner bei kunkel & kohl. Du erreichst Florian per Email unter fkohl@revista.de

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