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Callcenterbetrug – Schnelle Festnahme – Untersuchungshaft für angebliche Polizeibeamte

vom 12.06.2026 - 15:06 Uhr

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BAD NEUSTADT A. D. SAALE, OT BRENDLORENZEN, LKR. RHÖN-GRABFELD. Callcenter-Betrüger wollten am Donnerstagnachmittag ein Ehepaar um einen großen Teil ihrer Ersparnisse bringen. Zwei Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen und befinden sich inzwischen auch in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft gehen weiter.

Am Donnerstag, gegen 15:30 Uhr, haben Betrüger ein älteres Ehepaar angerufen und sich als Polizeibeamte ausgegeben. Am Telefon behaupteten die Kriminellen, dass zu befürchten sei, dass in naher Zukunft das Haus der Eheleute das Ziel von Einbrechern werden soll. Zum Schutz ihrer Wertsachen, sollten sie diese bereitlegen und in der Folge Beamten übergeben. Die Rentner wurden stutzig und alarmierten die Polizei. Zwei Männer im Alter von 18 und 25 Jahren, beides deutsche Staatsbürger, wurden bei dem Versuch die Wertsachen an sich zu nehmen von Polizeibeamten gestellt und vorläufig festgenommen.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt führte die Kriminalpolizei die beiden Tatverdächtigen am Freitagmittag einem Ermittlungsrichter vor. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs. Die Beschuldigten befinden sich nun in einer Justizvollzugsanstalt. Die Ermittlungen dauern an.

Die Präventionskampagnen des Polizeipräsidiums Unterfranken

Bereits Ende 2020 hat das Polizeipräsidium Unterfranken die Präventionskampagne “Leg´auf!” ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“. Mit den Kampagnen „Ich schütze Oma und Opa“ sowie „Chill mal Oma“ setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Jugendlichen, sowie Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen.

Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben. Die wichtigsten Botschaften sind:

  • Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
  • Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben!
  • Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
  • Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen – bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
  • Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!

Weitere Informationen:

„Leg‘ auf!“: Die Bayerische Polizei – Präventionskampagne – LEG‘ AUF! in Unterfranken (bayern.de)

Dort finden sie zudem weiterführende Links zu den Kampagnen

  • „Ich schütze Oma und Opa“
  • „Chill mal Oma“
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