Schweinfurt/Fulda. Einen Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen, ist für Museen und ihre Fördervereine eine wichtige Möglichkeit, neue Ideen und Impulse zu gewinnen. Aus diesem Grund besuchte eine Delegation des AKI Förderkreises das Deutsche Feuerwehrmuseum in Fulda. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen rund um die moderne Museumsarbeit: Wie lässt sich die digitale Welt sinnvoll in eine Ausstellung integrieren? Wie können Exponate ansprechend präsentiert und zugleich informativ beschriftet werden?
Eine besondere Freude war es für die Teilnehmer, dass mit Rolf Schamberger einer der Initiatoren bei der Entstehung des AKI Förderkreises die Führung durch das Museum übernehmen konnte. Damit bot sich nicht nur die Gelegenheit zu einem fachlichen Austausch, sondern auch zu einer persönlichen Begegnung mit einem Wegbegleiter der Schweinfurter Museumsarbeit.
Die Verbindung zwischen Fulda und Schweinfurt besteht bereits seit vielen Jahren. Sie wird insbesondere vom Leiter des Industriemuseums Schweinfurt, Wolfgang Rücknagel, gepflegt. Beim Besuch wurde daher auch gleich ein Gegenbesuch vereinbart. Der Austausch soll dazu beitragen, Erfahrungen und Ideen aus beiden Museen weiterzugeben und voneinander zu profitieren.
Für Rolf Schamberger schließt sich damit zugleich ein besonderer Kreis. Als Gründungsmitglied des AKI Förderkreises kann er heute die Früchte seiner langjährigen Bestrebungen betrachten. Bereits 1993 setzte sich der Förderkreis für den Erhalt des Elektro-Greiferdrehkrans der ehemaligen Sandbaggerei Blum ein. Schamberger war damals nicht nur maßgeblich an den Bemühungen um die Bewahrung des historischen Geräts beteiligt, sondern führte auch zahlreiche Restaurationsarbeiten an dem Kran selbst durch.
Heute steht der Elektro-Greiferdrehkran als Industriedenkmal an der Mainlände in der Nähe des Jugendgästehauses. Seit vielen Jahrzehnten prägt er die Schweinfurter Stadtansicht und erinnert zugleich an die industrielle Geschichte der Stadt.
Der Besuch in Fulda zeigte einmal mehr, wie wertvoll der Austausch zwischen Museen, Fördervereinen und engagierten Menschen sein kann. Denn wer über den eigenen Tellerrand blickt, nimmt nicht nur neue Eindrücke mit – sondern kann auch die eigene Arbeit mit frischen Ideen bereichern.
Gruppenbild mit Rolf Schamberger in der Bildmitte – Foto: Wolfgang Rücknagel – Selbstauslöser









