Schweinfurt:
Gleich zwei Anlässe führten die Gemeinschaft der Berufsfachschule für Pflege in der Kapelle des Krankenhauses St. Josef zusammen: Mit einem Gottesdienst wurde der neue Ausbildungskurs begrüßt und zugleich Carina Straßen offiziell in ihr Amt als neue Schulleitung eingeführt.
„In erster Linie geht es bei dem Beruf der Pflegefachkraft nicht um Karriere, sondern um den Dienst am Menschen“, rückte Krankenhausseelsorger Georg Kirchner den besonderen Charakter des Berufes, auf den sich die jungen Menschen vorbereiten, in den Mittelpunkt.
Hierin liege bereits eine Berufung: wer sich für den Dienst am Menschen entscheide, könne für andere zum Segen werden. Genau da, so Kirchner, berührten sich Himmel und Erde.
„Für ein Mehr an Freundlichkeit und Zugewandtheit, genau dafür steht das Krankenhaus St. Josef“, fügte Dr. Frank Wellmann, Geschäftsführer des Krankenhauses St. Josef hinzu, „und ebenso für die Menschen, die hier miteinander und für andere wirken.“
Das Haus selbst, aber auch der Leitungswechsel der Berufsfachschule stehe im Zeichen von Veränderung und Kontinuität. „Nichts bleibt, wie es ist“, so Wellmann. Wenn auch der Abschied vom bisherigen Schulleiter Elmar Pfister mit Wehmut verbunden sei, beinhalte der Wechsel ebenso ein Grund zur Freude. Mit Carina Straßen werde die Schule Neues erleben, dieses aber auf Bewährtem aufbauen.
Carina Straßen ist mit dem Krankenhaus St. Josef seit vielen Jahren eng verbunden. Ihre Ausbildung zur Pflegefachkraft begann genau hier, wo sie später auch in den Abteilungen der Chirurgie und Palliativmedizin tätig war, bevor sie als Lehrkraft begann, ihr Wissen und ihre Erfahrung an die nächste Generation weiterzugeben. Nun übernimmt Straßen Verantwortung für die gesamte Berufsfachschule des Krankenhauses St. Josef.
Für die symbolische Übergabe wählte Elmar Pfister gleich zwei Gegenstände für seine Nachfolgerin aus: einen Staffelstab als Zeichen dafür, dass Verantwortung weitergegeben und ein gemeinsamer Weg fortgesetzt werde. Und einen Dirigentenstab, denn Schulleitung, so die Botschaft dahinter, bedeute auch aus vielerlei Stimmen, Talenten und Tönen, eine gemeinsame Harmonie entstehen zu lassen. Eine Dirigentin müsse ihrem Orchester vertrauen, Leistung einfordern und zugleich den Blick auf das gemeinsame Werk richten. Und manchmal komme es gerade auf die Zwischentöne an, die es ebenso zuzulassen gelte
Fotograf*in: Elke Krug/Krankenhaus St. Josef gGmbH (Foto v.l.n.r. Carina Straßen, Elmar Pfister)








