Haßfurt: Im Landkreis Haßberge sind seit Anfang September verschiedene Rinder positiv auf die Virusinfektion mit dem sogenannten Shamonda-Virus getestet worden. Das Shamonda-Virus wurde erstmals Mitte der 1960er Jahre in Nigeria nachgewiesen und bis 2026 vereinzelt im westlichen, östlichen und südlichen Afrika und in Asien. Seit Sommer 2026 gibt es die ersten Nachweise des neuartigen Shamonda-Virus in Mitteleuropa. Aufgefallen waren zunächst Erkrankungen bei Rindern in der Schweiz, Frankreich und in Baden-Württemberg.
Das Virus wird, ähnlich wie beispielsweise die bekannte Blauzungenkrankheit, durch blutsaugende Insekten (Gnitzen) übertragen und ist hauptsächlich für Wiederkäuer infektiös. Akute Infektionen bei Rindern zeigen sich mit eher milden Symptomen wie Fieber, Milchrückgang und Durchfall. Schwere Schäden treten hingegen beim ungeborenen Fetus auf und betreffen somit trächtige Tiere. Hier kommt es zu Aborten und schweren Missbildungen.
Die Bekämpfung kann momentan lediglich in einem Schutz gefährdeter Tiere vor den Gnitzenstichen liegen. Dies kann, analog zum Schutz vor einer Blauzungeninfektion, mit Abwehrmitteln (Repellentien) erfolgen, die äußerlich bei den Tieren angewendet werden und die Mücken abschrecken sollen. Impfstoffe wären die beste Schutzoption, stehen vorerst aber noch nicht zur Verfügung.
Für eine klinische Erkrankung des Menschen durch das Virus gibt es bislang keinen Nachweis.Weiterführende Informationen und aktueller Stand: www.fli.de oder www.lgl.bayern.de.
Symbolbild; Image from Pixabay








