Unterfranken: Die anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen von über 30 Grad Celsius stellen für viele Menschen eine besondere Belastung dar. Die Johanniter aus Unterfranken weisen darauf hin, dass hohe Temperaturen nicht nur unangenehm sein können, sondern auch ernsthafte gesundheitliche Risiken bergen. Vor allem Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit chronischen Erkrankungen gehören zu den besonders gefährdeten Gruppen.
„Viele Menschen unterschätzen die Auswirkungen von großer Hitze auf den Körper“, erklären die Johanniter Unterfranken. Umso wichtiger ist es, die Unterschiede zwischen Hitzeerschöpfung, Hitzschlag und Sonnenstich zu erkennen und im Notfall richtig zu handeln.
Eine Hitzeerschöpfung entsteht, wenn dem Körper durch starkes Schwitzen Flüssigkeit und wichtige Salze fehlen. Typische Anzeichen sind Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, starkes Schwitzen sowie eine blasse und kühle Haut. Betroffene sollten umgehend an einen kühlen Ort gebracht werden, ausreichend trinken und sich ausruhen. Bei Bewusstlosigkeit ist sofort der Notruf zu wählen.
Ein Sonnenstich entsteht durch intensive Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf und Nacken. Typische Beschwerden sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und ein geröteter, heißer Kopf. Die Johanniter empfehlen, Betroffene in den Schatten zu bringen, Kopf und Nacken zu kühlen sowie den Oberkörper leicht erhöht zu lagern.
Besonders gefährlich ist ein Hitzschlag. Dabei steigen die Körpertemperaturen auf über 4o Grad Celsius an und der Organismus kann die Überwärmung nicht mehr selbst regulieren. Symptome wie gerötete, trockene Haut, starke Kopfschmerzen, Übelkeit oder Bewusstseinsstörungen sind Warnzeichen für einen medizinischen Notfall. In diesem Fall muss unverzüglich der Rettungsdienst alarmiert werden. Bis zu dessen Eintreffen sollte die betroffene Person an einen kühlen Ort gebracht und vorsichtig gekühlt werden.
Um hitzebedingte Erkrankungen möglichst zu vermeiden, raten die Johanniter zu einfachen Schutzmaßnahmen: Ausreichend trinken – idealerweise zwei bis drei Liter Wasser täglich, leichte Kleidung und eine Kopfbedeckung tragen, körperliche Anstrengungen in die kühlen Morgen- und Abendstunden verlegen sowie regelmäßige Pausen im Schatten oder in kühlen Räumen einlegen.
Die Johanniter appellieren zudem an die Bevölkerung, insbesondere auf ältere Angehörige, Nachbarn und alleinlebende Menschen zu achten. Ein kurzer Besuch oder die Nachfrage nach dem Wohlbefinden können an heißen Tagen einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz leisten.
Symbolbild: Image by Pixabay








