Bad Kissingen: Eine Fachveranstaltung im Rahmen der Bad Kissinger Gesundheitswochen widmet sich dem Thema Zukunft der Patientensteuerung im deutschen Gesundheitswesen. Expertinnen und Experten diskutieren am Mittwoch, 20. Mai, ab 18.30 Uhr, wie Patienten künftig besser durch das zunehmend komplexe Versorgungssystem navigiert werden können.
Ausgangspunkt der Diskussion ist die kontrovers geführte Debatte um die Einführung eines Primärarztsystems in Deutschland. Ziel ist eine stärkere Koordination der Versorgung, die Vermeidung von Doppeluntersuchungen sowie eine effizientere Nutzung von Ressourcen. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass sich bestehende Reformansätze stark auf die hausärztliche Versorgung konzentrieren – ein Bereich, der durch den demografischen Wandel zunehmend unter Druck gerät.
Patientenlotsen als mögliche Antwort
Vor diesem Hintergrund rückt die Frage in den Fokus, welche Rolle sogenannte Patientenlotsen künftig übernehmen könnten. Diskutiert werden dabei auch digitale Unterstützungs- und Ersteinschätzungsinstrumente sowie neue Versorgungs- und Anreizmodelle.
Den gesundheitsökonomischen Impuls liefert Prof. Dr. Andreas Beivers mit einer Einordnung zur effizienten Patientensteuerung. In der anschließenden Podiumsdiskussion erörtert Prof. Dr. med. Bernd Griewing gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern regionaler Ärztenetze sowie Kostenträgern die Chancen und Grenzen des Patientenlotsenmodells. Die Rhön Stiftung Eugen und Ingeborg Münch bringt hierzu bereits entwickelte konzeptionelle Ansätze in die Diskussion ein.
Ort: Haus Wagenburg, Dr.-Georg-Heim-Straße 1, Bad Kissingen-Garitz
Voraussichtliches Ende: ca. 20.30 Uhr, anschließend Get-together
Kontakt/Anmeldung: elke.krug@rhoen-stiftung.de
Bild: Wer hilft Patienten durch den Versorgungsdschungel? Eine Fachveranstaltung diskutiert mögliche Wege der Patientensteuerung.
Foto: Christiane Hanshans / KI-generiertmitChatGPT








