Landkreis Bad Kissingen: Probleme beim Hören sollten ernstgenommen werden: Denn wer nichts dagegen unternimmt, verzichtet auf ein hohes Maß an Lebensqualität und wird mit der Zeit immer schlechter hören, da das Gehirn nicht mehr gehörte Laute regelrecht „vergisst“. Um Menschen die Berührungsängste vor dem Thema „Hörverlust“ zu nehmen, veranstaltete der Pflegestützpunkt des Landkreises Bad Kissingen Mitte April einen Publikumstag unter dem Motto „Gut hören – besser leben“ im Gebäude Münchner Straße. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse, fast 100 Besucherinnen und Besucher nutzten den Tag, um sich zu informieren und auszutauschen. Es gab spannende Vorträge zu Themen wie Hörgeräte, Folgen von Hörbehinderungen oder dem Zusammenhang zwischen Hör- und Sehbeeinträchtigungen und Demenz. Daneben konnten sich die Besucherinnen und Besucher auch bei diversen Ausstellern informieren.
Im Rahmen der Veranstaltung haben etliche Betroffene Interesse an der Gründung einer Selbsthilfegruppe für Schwerhörige gezeigt. Durch Selbsthilfegruppen soll den negativen Folgen einer Schwerhörigkeit für die Betroffenen entgegengewirkt werden. Denn sie sind nicht nur eine Anlaufstelle für die Betroffene selbst, sondern auch für deren Bezugspersonen und Angehörige. Dabei können Kontakte und Gespräche unter Gleichbetroffenen entstehen. Der gemeinsame Erfahrungsaustausch kann dabei helfen, dass sich Menschen mit Hörverlust nicht alleine fühlen. Außerdem können Strategien für eine bessere Kommunikation erlernt und geübt werden.
Interessierte können sich per E-Mail an den ersten Vorsitzenden des Bezirksverbandes Unterfranken der Schwerhörigenvereine und Selbsthilfegruppen e. V., Manfred Hartmann, wenden: manfr.hartmann@t-online.de. Auch eine Kontaktaufnahme über SMS oder WhatsApp ist möglich: 0175 7041421.
Titelbild: Hörakustikerin Magdalena Muth im Gespräch mit einer Besucherin am Publikumstag des Pflegestützpunktes. Foto: Nathalie Bachmann/Landkreis Bad Kissingen








