EUERBACH, LKR. SCHWEINFURT. Callcenter-Betrüger erbeuteten am Dienstag insgesamt rund 50.000 Euro von einer 84‑jährigen Frau. Eine 32‑jährige Tatverdächtige, die sich als Polizeibeamtin ausgab, wurde vorläufig festgenommen und befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Am Dienstagmittag erhielt eine 84‑jährige Deutsche einen Anruf von einem angeblichen Polizeibeamten. Es wurde behauptet, ein Familienmitglied habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Zur Vermeidung einer Haftstrafe sollte eine Kaution übergeben werden. Die Geschädigte suchte Bargeld zusammen und übergab einen fünfstelligen Betrag an einen Abholer. Im weiteren Verlauf des Tages versuchten die Täter, erneut Kontakt aufzunehmen, um weiteres Geld zu erlangen. Diesmal wurde die Polizei rechtzeitig informiert. Als eine Frau, die sich als Polizeibeamtin ausgab, an das Haus der Geschädigten trat und Geld entgegennahm, wurde sie von der Schweinfurter Polizei gestellt und vorläufig festgenommen.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt führte die Kriminalpolizei die 32‑jährige Deutsche am Mittwoch einem Ermittlungsrichter vor. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs. Die Beschuldigte befindet sich nun in einer Justizvollzugsanstalt. Die Ermittlungen dauern an.








