Grafenrheinfeld: Jedes Jahr am Dreikönigstag sind sie in vielen Gemeinden unterwegs: die Sternsinger. Auch in Grafenrheinfeld zogen wieder zahlreiche Kinder als Caspar, Melchior und Balthasar von Haus zu Haus, brachten den Segen und sammelten Spenden für Kinder in Not. Mit ihrem Besuch erinnern sie an eine jahrhundertealte Tradition und setzen zugleich ein starkes Zeichen für Solidarität und Nächstenliebe.
Im Rahmen der diesjährigen Aktion machten die Sternsinger auch im Rathaus Halt.
Dort brachten sie ihre Segensbitte „20C+M+B26“ am Rathausportal an. Die Buchstaben stehen für den lateinischen Segensspruch „Christus mansionem benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“. Der Segen soll alle Menschen, die das Rathaus im kommenden Jahr betreten, begleiten und schützen.
Die Sternsingeraktion erinnert an die biblische Geschichte der Heiligen Drei Könige. Caspar, Melchior und Balthasar wurden erst im 5. Jahrhundert durch Überlieferungen zu den „Heiligen Drei Königen“. Ihre Namen haben eine besondere Bedeutung: Caspar steht für den „Schatzmeister“, Melchior bedeutet „Mein König ist Licht“ und Balthasar „Gott schütze sein Leben“. Traditionell symbolisieren sie zudem die damals bekannten Erdteile Afrika, Asien und Europa.
Doch die Aktion ist weit mehr als ein lebendiger Brauch. Die bundesweite Sternsingeraktion – offiziell „Aktion Dreikönigssingen“ – ist die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Jedes Jahr werden mit den gesammelten Spenden über 1.400 Projekte unterstützt, die sich für Bildung, Gesundheit und den Schutz von Kinderrechten einsetzen.
Bürgermeister Christian Keller: „Ich war früher selbst bei den Sternsinger dabei. Ein herzlicher Dank gilt allen Sternsingerinnen und Sternsingern, die mit großem Engagement unterwegs waren und den Familien, die ihre Türen geöffnet und großzügig gespendet haben. Besonderer Dank geht auch an das Leitungsteam der Ministranten für die Organisation der Aktion und an die Helferinnen und Helfer, die sich um die Einkleidung der Kinder gekümmert haben. Sie alle tragen dazu bei, dass der Segen und die Hoffnung der Sternsinger jedes Jahr aufs Neue viele Menschen erreicht.“

Fotos: Kerstin, Keller








