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Landesversammlung der Frauen-Union in Schweinfurt

vom 14.07.2010 - 08:07 Uhr

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Schweinfurt: Geballte Frauenpower in Schweinfurt – Gut 300 Delegierte und Gäste aus ganz Bayern kamen am Samstag zur Landesversammlung der Frauen-Union Bayern nach Schweinfurt…

…zu der die FU-Landesvorsitzende Dr. Angelika Niebler, MdEP, und die Bezirksvorsitzende der Frauen-Union Unterfranken Dr. Anja Weisgerber, MdEP, eingeladen hatten. „Ohne Frauen ist kein Staat zu machen“, begrüßte Anja Weisgerber die Gäste im Konferenzzentrum auf der Maininsel. „Die Beteiligung von Frauen in der Politik ist ebenso wichtig wie z. B. in der Wirtschaft, der Forschung und der Kultur. Die Zukunftsfähigkeit der CSU hängt davon ab, den Anteil von Frauen in Ämtern und Mandaten zu erhöhen.“, so Weisgerber weiter. „Frauen sind in der Partei weiterhin unterrepräsentiert. Daher fehlen weibliche Vorbilder für den Nachwuchs und junge Frauen identifizieren sich nicht ausreichend mit der Partei. Es ist im ureigensten Interesse der CSU, die bestehende Unterrepräsentanz zu korreigieren und gewachsene Strukturen aufzubrechen“, fügte die Landesvorsitzende Angelika Niebler an.

„Unsere Kinder sollen es einmal besser haben“, dieses Motto ist laut Bundeslandwirtschaftministerin Ilse Aigner einer der Leitgedanken, der sich seit Generationen in unserer Gesellschaft erhalten hat. Dafür bedarf es aber einer nachhaltigen Politik. „Nachhaltigkeit bedeutet vor allem, dass wir nicht von der Substanz leben, sondern vom Ertrag“, sagte Ilse Aigner. Diese Nachhaltigkeit muss durch mehr Verantwortungsbewusstsein in der Finanzwirtschaft ebenso gewährleistet sein wie beim Datenschutz. „Wer nicht auf den Präsentierteller der Welt liegen will, soll nicht dazu gezwungen werden“, kommentierte Aigner die aktuelle Diskussion über Internet-Communities mit der Forderung nach mehr Datenschutz. Ebenso zu Gast war Manfred Weber, MdEP, der Vorsitzende der CSU-Zukunftskommission, die damit beauftragt wurde, die CSU auf die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte vorzubereiten. „Wir müssen dazu stehen, was uns ausmacht, zum Beispiel das „c“ wie christlich in CSU“, forderte Manfred Weber die Delegierten auf.

Einen weiteren zentralen Bestandteil der Landesversammlung stellte die Antragsberatung dar. Der Antrag des Landesverbands zu einer Frauenquote von 30 % in Aufsichtsräten wurde angenommen. Außerdem fordert die Landesversammlung die Verlängerung der Verjährungsfristen von sexuellem Missbrauch im Straf- und Zivilrecht.

Der Bezirksverband der Frauen-Union Unterfranken brachte sich auch mit eigenen Anträgen inhaltlich in die Debatte ein. Er forderte eine bessere Kennzeichnung von Lebensmittelimitaten, da Verbraucher durch Imitate in die Irre geführt und bewusst getäuscht werden. Die Bemühungen der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, eine bessere Kennzeichnung auf europäischer Ebene einzuführen, sollten vom Bundestag und seitens der Bundesregierung mit Nachdruck weiterverfolgt werden. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

In einem weiteren Antrag macht sich die FU Unterfranken für eine flächendeckende Ausweitung des Einsatzes von Förderlehrern an bayerischen Volksschulen stark. Als einziges Bundesland verfügt Bayern mit dem Förderlehrer über ein spezifisches Werkzeug, diesem Bedarf zielgerichtet und professionell zu begegnen. Als Fachmann für ADS/ADHS, LRS – Legasthenie, Dyskalkulie, für Differenzierung und Individualisierung sowie für die Förderung von Schülern mit Migrationshintergrund hat er eine zentrale Aufgabe an seiner Schule. „Bisher verfügt nur ein Bruchteil der Volksschulen über einen eigenen Förderlehrer, der die konkreten Bedürfnisse der Schüler sinnvoll erfassen und angehen kann. Daher braucht jede einzelne Schule einen Förderlehrer. Zudem müssen die wenigen vorhandenen Förderlehrer immer häufiger Vertretungsstunden übernehmen und können so nicht ihrer eigentlichen Arbeit nachkommen“, so die Initiatorin des Antrags und FU-Kreisvorsitzende von Schweinfurt-Land Martina Gießübel und Bezirksvorsitzende Anja Weisgerber. „Daher haben wir gefordert, dass jede einzelne Grund-, Haupt- und Mittelschule einen eigenen Förderlehrer bekommt, der ausschließlich fachspezifisch eingesetzt wird, und freuen uns sehr, dass dieser Antrag einstimmig angenommen wurde.“

Abschließend badankten sich die Landesvorsitzende Angelika Niebler und die Bezirksvorsitzende Anja Weisgerber bei allen Beteiligten, besonders bei den fleißigen Helferinnen. Im Rahmenprogramm der Landesversammlung, das der Bezirksverband der Frauen-Union Unterfranken gestaltete, erwartete die Damen eine Messe mit regionalen Produkten und weiteren Austellern aus der Region, ein Transferservice mit umweltfreundlichen „Ecomotive-Fahrzeugen“ zwischen dem Bahnhof und dem Tagungsort sowie eine umfangreiche Kinderbetreuung.

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