Schweinfurt: Gleich zu Anfang: Ich gebe es zu, mein Plan hat nicht funktioniert. Welcher Plan? Ein Wochenende mit Strom, Warmwasser und Internet. Nun ging die Tagung, im schönen Nürnberg, aber nur bis Samstag Nachmittag statt bis Sonntag Mittag und auch Warmwasser gab es nicht, denn der Boiler hat nicht funktioniert. Immerhin, 24 Stunden Strom und Internet am Stück.
Diese Tagung zu organisieren war aber auch ein Kunststück. Den Ablaufplan habe ich auf einem Schmierzettel erstellt ansonsten habe ich die meisten Aufgaben mit den Worten „Ich hab‘ grad keinen Strom, also mach mal!“ weitergegeben, das funktioniert sicher nicht immer.
Zum Handy laden habe ich mir mittlerweile auch Lösungen gesucht, ohne Handy geht es halt doch nicht. Das geht von auf der Arbeit laden bis hin zum 21 Minuten-Laden an der Steckdose im Regional-Express. Besser als nichts.
Nachdem ich am Samstag nicht die Möglichkeit hatte die „Prime-Time“ vor dem Fernseher zu verbringen, kam ich in den „Genuss“ DSDS von meinem Nachbarn zu hören. Auf die Programmwahl hatte ich leider keinen Einfluss, aber ich kam mir nicht mehr ganz von der Außenwelt abgeschnitten vor. Was auch ziemlich blöd gelaufen ist: ich hatte natürlich nichts wirklich essbares mehr im Haus außer einem Joghurt der seit einer Woche schon in meiner Wohnung steht. Geschmeckt hat er, aber ich glaube dass in meinem Magen-Darm-Trakt bleibende Schäden entstanden sind.
Den Sonntag habe ich dann zu einem Großteil in der Bahn verbracht. Ein Sitzplatz im Zug ist für mich momentan der Schreibtisch, erst recht durch den großzügigen Umgang mit Steckdosen in neueren Zügen.
Auch wenn das „Kochen“ auf Kerzenflamme funktioniert hat, habe ich meine Ernährung mittlerweile doch auf Döner umgestellt. So einer Döner ist warm und macht zumindest auch satt und der Aufwand ist einfach geringer als Stundelang auf warmes Wasser zu warten.
Es erwartet mich jetzt noch der letzte Tag und dann ist die eine Woche ohne Strom vorbei. Irgendwie bin ich ja froh.








