Schwebheim: Da sitzt es, das „Tratschgeschwader“, mitten auf einem imaginären Schwebheimer Plan und nichts entgeht den vier Damen.
Und es gibt auch kräftig Lokalkolorit in der Jubiläumsvorstellung der Theaterkracken. Seit zehn Jahren stehen sie nun schon gemeinsam auf der Bühne und das gilt es natürlich zu feiern. Neues und Altbewährtes wird in Szene gesetzt, viel gelacht und nicht nur die Bühne, der gesamte obere Raum des Bürgerhauses wird zum Spielen genutzt.
„Wir spielen von unten nach oben“, nennt das Klaus Haase, eines der Gründungsmitglieder und heute Cheforganisator und Moderator der Bühnenshow. Frisch, frech, fränkisch geht‘s zu, lustig soll‘s sein. Unser Publikum lacht lieber, weiß Regisseurin Jutta Keller. Nach einem Theaterworkshop habe man sich auch schon einmal an ein Mittelalterstück gewagt, aber das war dann doch nicht das, was die Gruppe spielen und ihr Publikum sehen wollte. Also ging‘s zurück zur Komödie.
Weil die Schwebheimer ein Bürgerhaus wollten und dieses dann auch mit Leben gefüllt werden musste, regte Bürgermeister Hans Fischer Ende der 90er Jahre die Bildung einer Theatergruppe an. Marlene Ludwig, bekannt von ihren Auftritten im Fasching, war die „Auserwählte“. Sie suchte sich Mitstreiter, inserierte im Gemeindeboten und es fand sich eine kleine Gruppe Schauspielfreudiger.
Die ersten beiden Aufführungen 1999 im Krackennest waren gleich ein voller Erfolg, so gründete sich ein Jahr später der Schauspielverein „Schwebheimer Theaterkracken“. Seitdem ist viel geschehen. Die Laienschauspieler sind nicht nur aufgetreten, sie haben auch an sich gearbeitet. In Workshops wurden die eigenen Spielerqualitäten gefördert und geschult. „Seitdem sind die schauspielerisch viel besser“, weiß Klaus Haase und Jutta Keller ergänzt: „Aber unsere Ansprüche sind auch gestiegen.“ Sowohl die an die ausgewählten Stücke als auch die Ansprüche an die eigene Spielleistung.
Gespielt wird immer „ein ganzes Programm“, mit Einleitung, Hauptteil und Schluss. Hauptsächlich kurze und witzige Sketche werden dabei aufgeführt. Dabei ist die schauspielerische Leistung durchaus beeindruckend. Vor allem die Mimik einiger Darsteller spricht Bände. Spaß macht es allen und das, finden sie, ist auch die Voraussetzung, dass aus den vielen Proben eine gute Aufführung wird. Fünf Monate probten sie für ihre Jubiläumsvorstellung. „Es macht großen Spaß, wie sich die Figuren während der Proben entwickeln“, findet Marlene Ludwig, denn „am Anfang steht nicht fest, was am Ende rauskommt“.
Am 1. März 2002 eröffneten die Theaterkracken die ersten Kulturwochen im neuen Bürgerhaus, wenn sie heute zurückdenken, sind sie immer noch stolz darauf, aber dass sie einmal Zehnjähriges feiern würden, nein, das konnte sich damals noch niemand vorstellen.







































































