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Knapp 14 statt 40 Hektar

vom 23.02.2010 - 13:02 Uhr

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Kolitzheim/Theres: Nur noch knapp 14 Hektar statt der ursprünglich geplanten mehr als 40 Hektar soll die Photovoltaik-Freiflächenanlage in der Gemeinde Theres groß werden.

Die angepassten Planungen, eine Reaktion auf die Wünsche der Bürger und neueste technische Möglichkeiten, wurden von Vertretern der Climagy GmbH bei einer Informationsveranstaltung am Samstag in der Turnhalle Obertheres vorgestellt.

„Wir nehmen die Bedenken der Thereser Bürger hinsichtlich der Größe der Anlage sehr ernst und gehen auf ihre Wünsche ein.“ Geschäftsführer Bernhard Beck lässt keinen Zweifel daran, dass es der Climagy GmbH auch und vor allem darum geht, die in der Gemeinde aufgekommene Unruhe zu befrieden. Alle Bürger sollen hinter der Anlage stehen und sie mittragen. Deswegen haben die Planer und Projektierer des Solarunternehmens in den letzten Tagen unter Hochdruck an einer kleineren Alternativlösung für die in die Diskussion geratene Photovoltaik-Freiflächenanlage, die auf zwei Flächen mit mehr als 40 Hektar geplant war, gearbeitet. Herausgekommen ist ein Solar-Kraftwerk mit einer Größe von knapp 14 Hektar auf dem Flurstück 699 östlich von Obertheres, das Strom für mehr als 1300 Haushalte liefern könnte.

„Wir wollten in jedem Fall im Vorfeld des Bürgerentscheids am 28. Februar mit unseren Plänen an die Öffentlichkeit gehen“, erklärt Marco Heumann, Pressesprecher des Kolitzheimer Unternehmens. „Alle Bürger sollen vor ihrer Wahlentscheidung umfassend und aktuell informiert sein.“ In den letzten Wochen hatten sich neue technische Möglichkeiten ergeben, die auch eine kleinere Lösung wirtschaftlich realisierbar werden lassen. Im Gegensatz zum ursprünglichen Vorhaben gibt es nun die Möglichkeit, den produzierten Strom über eine bestehende Leitung des Stadtwerks Haßfurt, die direkt neben der geplanten Fläche verläuft, ins Netz einzuspeisen. Der knapp zwei Millionen Euro teure Bau einer zusätzlichen Stromtrasse von Obertheres bis hinter Haßfurt mit zweimaliger Mainquerung entfällt.

Den am Samstag von Bürgern geäußerten Vorwurf, man sei nicht mehr glaubwürdig, da man plötzlich auf die Wünsche der Bürgerinitiative eingehe, kann Bernhard Beck nicht nachvollziehen. „Wir haben unsere Wünsche, entsprechend den Interessen einer Vielzahl der Thereser Bürger angepasst.“ Eine Anlage mit mehr als 40 Hektar werde es nicht mehr geben. „Wir planen ab sofort die Anlage mit knapp 14 Hektar und keine andere.“ Schon am Montag werden ein entsprechendes Schreiben und der aktuelle Planungsstand an die Gemeinde Theres gehen, in dem auch der Verzicht auf die ursprüngliche Planung noch einmal bekundet werde.

Besonderen Wert hat das Solarunternehmen auf die bestmögliche Einbindung der neuen Anlage in das bestehende Landschaftsbild gelegt. Es wird sogar mehr getan als in den Vorgaben des bayerischen Innenministeriums und der unteren Naturschutzbehörde für den Bau von Solarkraftwerken vorgesehen ist. Durch eine zehn Meter breite Hecke wird die Anlage komplett eingegrünt. Dazu kommen schon vorhandene Bäume und Sträucher. Im Norden wird die Grünanlage zudem durch Obstbäume ergänzt.

Ebenfalls in der Informationsveranstaltung vorgestellt wurde das Modell einer „Bürgersolaranlage“. In Theres soll eine Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen Energie Genossenschaft gegründet werden, die die Anlage als Genossenschaft betreiben und finanzieren würde. Wenn eine Mehrheit der Thereser den Bürgerentscheid ablehnt, hätte jeder Bürger die Möglichkeit, sich an dem Solar-Kraftwerk zu beteiligen. So böte sich die Chance, in Theres ökologischen Strom von Bürgern, mit Bürgern und für die Bürger zu erzeugen.

„Wir hoffen, dass wir den Bürgern mit unserer neuen Planung entgegenkommen und sie mit ins Boot holen können“, sagt Bernhard Beck. Die Thereser sollten immer im Hinterkopf haben, dass sie am kommenden Sonntag beim Bürgerentscheid nicht nur darüber abstimmen, ob eine 40-Hektar-Anlage kommt, oder nicht, sondern auch darüber, ob überhaupt Bebauungspläne für Freiflächen-Kraftwerke, in welcher Größe auch immer, aufgestellt werden. „Es geht um die Zukunft von Photovoltaik auf der Freifläche in der Gemeinde. Wenn es eine solche geben soll, dann muss mit Nein gestimmt werden.“

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