Schweinfurt: Martin Bublies stellt ab Mittwoch, 24. März 2010 in der Sparkassengalerie am Rossmarkt aus. Zur Vernissage am Dienstag, 23. März 2010, 19 Uhr, sind Gäste herzlich willkommen.
Es spricht Dr. Erich Schneider, Leiter der Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt.
Für Martin Bublies ist es wichtig, dass seine Arbeiten Zeichnungen sind, wenn sie in der Herstellung auch an Collagen erinnern.
Auf großen Blättern, meist Tapete wird mit Graphit und Kohlstiften gezeichnet. Diese werden zerschnitten und großzügig mit Wasser und Tapetenkleister wieder zusammengefügt, dann wieder überzeichnet, zerstört, solange bis er das Gefühl hat, er habe eine fertige Zeichnung. Dabei können mehrere Schichten von Zeichnungen übereinander geklebt sein, zum Teil mehrere Zentimeter hoch.
Einen Titel bekommen seine Zeichnungen nicht. Dadurch würde er eine Vorgabe geben, die den Betrachter in seiner persönlichen Assoziation einschränkt.
Es gibt für diese Art der Zeichnung keine unmittelbaren Auslöser oder Impulse. Sie sind Ausdruck seiner bis jetzt gesammelten Lebenseindrücke. Die Entscheidung wie sich eine Zeichnung entwickelt, entsteht erst im Zeichenprozess. Vermeintlich Bekanntes oder Vertrautes in der Linie oder Form wird weiter entwickelt. Die Zeichnungen entstehen zum Teil sehr schnell, meist in einem Zeitraum von Minuten oder Stunden, hierbei entstehen selten Zeichnungen in Reihungen. Die „Farbigkeit“ der Zeichnungen liegt in seiner Neigung zu Erdfarben, Nuancen in Schwarz und Braun überwiegen. Formen und Linien haben sicher ihren Ursprung aus der Natur. Wobei die dunklen Erdfarben nichts mit Tristesse zu tun haben. Im Gegenteil, für Martin Bublies strahlen sie Wärme und Vertrautheit aus.
Die Ausstellung ist bis Freitag, 4.Juni 2010, zu sehen. Die Sparkassengalerie am Roßmarkt ist Montag bis Donnerstag 8.30 Uhr – 17.00 Uhr und Freitag 8.30 Uhr – 16.30 Uhr, geöffnet.








