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Mainfrankens Museumsbahner werben auch 2011 wieder gemeinsam

vom 02.05.2011 - 08:05 Uhr

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Volkach, Lkr. Kitzingen: Druckfrisch und gerade noch rechtzeitig zum Saisonstart am 1. Mai ausgeliefert – so präsentierte Karsten Eck, Geschäftsführer des Zweckverband Fränkisches Freilandmuseum Fladungen, am Sonntag in Volkach den neuen Flyer der Interessengemeinschaft Eisenbahnerlebnis Unterfranken.

Darin werben auch in diesem Jahr wieder der Arbeitskreis Würzburg der Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte, der Förderverein Mainschleifenbahn und das Fränkische Freilandmuseum Fladungen mit seinem Rhön-Zügle gemeinsam für das Reisen in ihren historischen Schienenfahrzeugen. Neu dazugekommen sind die Eisenbahnfreunde Westfrankenbahn mit dem Erlebnisbahnhof Amorbach.

Quasi als flotte und komfortable Zubringer sind auch DB Regio Franken und – heuer ebenfalls neu – die Erfurter Bahn mit von der Partie. Mit den verschiedenen Versionen des Bayern-Tickets, dem Schönen-Wochenende-Ticket oder dem deutschlandweit gültigen Quer-durchs-Land-Ticket können Wochenendausflügler und Bahnfans auf der Schiene preiswert zu den Standorten der Museumsbahner reisen. In Rhön-Zügle und Mainschleifenbahn, in den Sonderzügen der Würzburger DGEG sowie im Erlebnisbahnhof Amorbach und im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen erhalten Bahnreisende gegen Vorlage ihres gültigen Bahntickets ermäßigte Fahr- bzw. Eintrittspreise.

Der demnächst auch im Internet unter www.eisenbahnerlebnis-unterfranken.de abrufbare Flyer enthält unter anderem eine Übersichtskarte mit den Nostalgie- und Nahverkehrsstrecken sowie viele nützliche Informationen rund um die Museumsbahnen und die verschiedenen Ländertickets: für Eisenbahnfans gibt es zwischen Rhön, Maindreieck und Odenwald auch 2011 noch viel zu entdecken.

Karin Renner, Stellvertreterin des unterfränkischen Bezirkstagspräsidenten, erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass das seit 1996 schrittweise wieder belebte Rhön-Zügle inzwischen fester Bestandteil der Konzeption des Freilandmuseums Fladungen sei. In Deutschland wäre dies einzigartig. An zwölf Fahrtagen werde heuer die 1924 gebaute Dampflok der Baureihe 98.8 unterwegs sein. Dazu kämen an ausgewählten Aktionstagen direkte Fahrten von Schweinfurt bis Fladungen in modernen Triebwagen der Erfurter Bahn.

Ohne Engagement, Mühe und Durchhaltefähigkeit geht bei Museumsbahnen nichts, daran erinnerte Kitzingens Landrätin Tamara Bischof und lobte die ehrenamtlichen Eisenbahner vom Volkacher Förderverein. Die Anschubfinanzierung, die die damals stillgelegte Mainschleifenbahn vor über 10 Jahren vom Kreis erhalten habe, sei gut investiertes Geld gewesen, auch für die Tourismusregion Volkacher Mainschleife. Vielleicht – so Bischof – werde die Strecke eines Tages sogar wieder für den Nahverkehr genutzt. Angesicht steigender Energiepreise und verkehrsbedingter Umweltprobleme sei das ein erstrebenswertes Ziel.

Unterfrankens Museumsbahnlandschaft ist vielfältig. Die Würzburger DGEG setzt mit ihrer 1943 gebauten Güterzug-Dampflok der Baureihe 52 bzw. einer V 100 Diesellok aus den sechziger Jahren samt historischen Reisezugwagen auf nostalgische Tagesausflüge quer durch Nordbayern. Rhön-Zügle und Mainschleifenbahn rattern dagegen an Sonn- und Feiertagen regelmäßig über ihre romantischen Stammstrecken. Egal ob es im Streutal zwischen Mellrichstadt, Ostheim und Fladungen mit Volldampf ins Fränkische Freilandmuseum Fladungen geht oder ob der rote Schienenbus der Mainschleifenbahn von Seligenstadt nach Volkach in das Herz des fränkischen Weinlands brummt: Jung und Alt erleben in den liebevoll renovierten Zügen das unvergleichliche Flair längst vergangener Jahrzehnte.

Erinnerungen an alte Zeiten werden es auch im alten Amorbacher Bahnhof wachgerufen. Dort eröffnet am 14. Mai ein Eisenbahnmuseum. Bald können Touristen dort auch in einem alten Schlafwagen übernachten, Frühstück soll’s dann im daneben stehenden Speisewagen geben.

Und Museumsbahnen sind kein Selbstzweck: auch die Ortschaften entlang der Strecken profitieren von deren Betrieb. So bringen allein die mehr als 12.000 Fahrgäste der Mainschleifenbahn Jahr für Jahr rund 300.000 Euro zusätzlicher Kaufkraft in die Region um Volkach. Die regelmäßig anfallenden Streckenarbeiten sind ein Beitrag zum Erhalt der historisch gewachsenen Kulturlandschaft und schaffen dazu oft noch Refugien für selten gewordene Tiere und Pflanzen. Auf dem Bahnkörper zwischen Astheim am Main und Escherndorf wurde beispielsweise die Schlingnatter wieder entdeckt, ein unscheinbares Reptil, das auf der Liste der bedrohten Arten steht.

Auch in technischen und administrativen Fragen werden die unterfränkischen Museumsbahner künftig noch enger zusammenarbeiten. Schließlich sind der Erhalt und Betrieb historischer Schienenfahrzeuge sowie der dazugehörigen Bahnanlagen ganz besondere Herausforderungen, ebenso die Nachwuchsförderung – darauf wies Karsten Eck vom Zweckverband Freilandmuseum Fladungen hin.

Bild (v.l.n.r.): Thomas Benz (Triebwagenführer), Dr. Christian Oßwald (Vorsitzender des Fördervereins Mainschleifenbahn), Karsten Eck mit Sohn (Geschäftsführer des Zweckverbands Freilandmuseum Fladungen), Karin Renner (Vertreterin des unterfränkischen Bezirkstagspräsidenten), Susanne Orf (Zweckverband Freilandmuseum Fladungen), Tamara Bischof (Landrätin des Kreises Kitzingen), Peter Haupt (Kreisrat), Wolfgang Lederer (Eisenbahnbundesamt), Christina Schömig (Zeilitzheimer Weinprinzessin) und Andreas Galle (Erfurter Bahn).(Foto IGM)

 

 

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